Vielseitige Biomasse

Bioenergie. Der Kreislauf der Natur.

Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie in organischen Stoffen. Energiepflanzen, Holz und Reststoffe wie z.B. Stroh, Biomüll oder Gülle können zur Erzeugung von Bioenergie eingesetzt werden. Bioenergie ist ein vielseitiger erneuerbarer Energieträger: Strom, Wärme,Treibstoff und Biogas können aus fester und flüssiger Biomasse gewonnen werden.

Wer mit Holz heizt...

... heizt im Kreislauf der Natur.

Holz ist ein heimischer Brennstoff, der nachwächst. Holz ist in Tirol neben der Wasserkraft die zweitwichtigste erneuerbare Energieressource. Die Aufbereitung des Brennstoffes, ob Stückholz, Hackschnitzel oder Pellets ist einfach und braucht wenig Energie. Die Transportwege sind kurz. Die Lagerung ist nicht umweltgefährdend. Wärme aus Bioenergie reduziert Kosten und Treibhausgase.

Richtig heizen mit holz

Holz ist ein klimafreundlicher, heimischer Energieträger und unverzichtbar für die nachhaltige Energieversorgung in Tirol. Heizen mit Holz birgt aber auch Risiken. So trägt neben Verkehr und Industrie vor allem der Hausbrand zur Feinstaubbelastung bei. Aus diesem Grund sollte auf die Holzqualität und regionale Herkunft besonders geachtet werden.

Der richtige Anzündprozess

  • Den Ofenraum von Asche säubern.
  • Luft- und Drosselklappen ganz öffnen.
  • Das Holz locker in den Brennraum schichten.
  • Anzündhilfe auf den Brennholzstapel legen.
  • Holzspäne gekreuzt darüber platzieren.
  • Von oben anzünden.
  • Durch ausreichend Luftzufuhr rasch helle, hohe Flammen herstellen.
  • Ein kräftiges Feuer garantiert einen guten Abbrand.
  • Luftzufuhr erst drosseln, wenn sich ein schöner Glutstock gebildet hat. 

nachhaltige biomasse

Tirol besteht zu 40 Prozent aus Wald. Seit Jahrhunderten werden Tirols Wälder durch den Menschen genutzt und gepflegt und haben einen dementsprechend wichtigen Stellenwert in der Geschichte und Gesellschaft Tirols.

In Österreich hat man früh verstanden, dass der Rohstoff Holz eine Quelle regionaler wirtschaftlicher Wertschöpfung darstellt und 1975 ein striktes Forstgesetz verabschiedet, welches die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder sichert. Diese Prinzipien wurden durch die Tiroler Waldordnung regional noch einmal verstärkt. Es ist vorgesehen, dass nicht mehr geerntet wird als nachwächst und alte Bäume entfernt werden, bevor sie beginnen zu verrotten und CO2 abzugeben. Dadurch nimmt der Holzbestand in unseren Wäldern stetig zu, neue Bäume können schneller wachsen und aktiv CO2 einfangen.

Und genau darin liegt der unschlagbare Vorteil des Energieträgers Holz.


Die Zukunft der Bioenergie

Bioenergie spielt auf dem Weg in Tirols Energieautonomie eine tragende Rolle. Zurzeit versorgen rund 50 Fernheizwerke unsere Haushalte und öffentlichen Gebäude mit Energie. Da gibt es in noch Potential nach oben. Dieses soll aktiv genutzt werden.

Ganz Europa setzt beim Ausbau erneuerbarer Energien auf die Biomasse. Schon bald soll in der Europäischen Union, erneuerbare Energie mehrheitlich aus Biomasse entstehen. Auch auf den internationalen Märkten schreitet die Entwicklung der Bioenergie sehr dynamisch voran. Weltweit entstehen enorme Kapazitäten für die Erzeugung von Pellets, Biotreibstoffen und anderen Biomasserohstoffen, der internationale Biomassehandel wächst rasant und große Kraftwerke in Europa setzen verstärkt auf Biomasse.

Neben Rohstoffen aus der Forst- und Holzwirtschaft werden in Zukunft neue Ressourcen von heimischen landwirtschaftlichen Flächen sowie Abfälle, in der Erzeugung von fester Biomasse, Biogas und Biotreibstoffen, an Bedeutung gewinnen.

Biomasse kennenlernen

Wenn wir gemeinsam ein großes Ziel erreichen wollen, müssen wir auch im Kleinen und mit den Kleinen arbeiten.