wasserschloss tirol

Wasser ist Leben

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Wasser ist nicht nur unser wichtigstes Lebensmittel,
sondern auch unverzichtbare Ressource für die Landwirtschaft, Energiewirtschaft, den Freizeit- und Tourismusbereich
sowie Lebensraum für Fauna und Flora.


(TRINK)Wasserverbrauch

Pro-Kopf-Wasserverbrauch in Österreich

Tirol ist reich an Wasser.
Das ist allerdings kein Grund, es zu verschwenden.

Tipps zum Wasser sparen:

  • Dreh während des Zähneputzens, Händewaschens und Rasierens das Wasser ab.
  • Verwende WC-Spülkästen die weniger als 6 Liter Inhalt haben und benutze die Unterbrechertaste.
  • Repariere undichte Wasserhähne und rinnende WC-Spülungen sofort.
  • Ab in den Urlaub? Dann sollte der Warmwasserspeicher für diese Zeit völlig ausgeschaltet werden.
  • Stell den Mischhebel der Armatur nach jedem Gebrauch auf „kalt“. So wird beim nächsten Zapfen nicht unnötig Warmwasser verbraucht.
  • Ein gemütliches Bad tut ab und zu gut. Grundsätzlich sollte man aber öfter Duschen statt Baden. Das verursacht nur ein Drittel der Kosten und spart Wasser.
  • Greife bei neuen Armaturen zu wassersparenden Modellen.
  • Wasche dein Auto in Anlagen mit Kreislaufrückführung und achte auf das Siegel „Blauer Engel“
  • Achte beim Neukauf von Geräten, wie Waschmaschine und Geschirrspüler, auch auf den Wasserverbrauch.
  • Ruhig die Geschirrspülmaschine benützen – sie verbraucht oftmals weniger Wasser als ein Abwasch per Hand.
  • Nutze Regenwasser für Haus und Garten.

historische nutzung von Wasser in Tirol

Wasserkraft in Tirol

Elektrizität ist der Schlüssel zur Energiewende. Strom soll fossile  Energieträger in der Mobilität wie auch in der Raumwärme ersetzen. Beträgt der Anteil der Wasserkraft am Gesamtenergiebedarf derzeit rund 20 Prozent, werden es im Jahr 2050 bis zu 56 Prozent sein.

Energiemix in Tirol

best practice beispiele


Beteiligte beim Kleinstwasserkraftwerk in Tarrenz

Energieerzeugung verfünffacht

Zehn Jahre ist es her, dass das Licht im Gasthaus Waldrast in Tarrenz – auch unter dem Namen Kappakreuz bekannt – ausging und der Betrieb endgültig geschlossen wurde. Mit der Revitalisierung der zum Gasthaus gehörenden Kraftwerksanlage und dem Neubau einer Unterstufe schafft Besitzer Günter Fringer nun die Voraussetzung für die Wiedereröffnung des ehedem beliebten Ausflugsziels.


Kraftwerk Schlickerbach

Revitalisierung der Kleinwasserkraft bringt 30 Prozent mehr Strom

Seit den 1930er Jahren wird die Wasserkraft am Schlickerbach genutzt. Heute wie damals wird die Kraft des Wassers für den Antrieb der Maschinen in den Metall verarbeitenden Betrieben verwendet – früher mechanisch heute in Form von Elektrizität.


Kleinkraftwerksbesichtigung in Tirol

Assling: Sauberer Strom für 550 Haushalte

Das Ziel, das sich das Land Tirol für das Jahr 2050 gesetzt hat, hat man in der Osttiroler e5-Gemeinde Assling in vielen Bereichen schon erreicht. Abgesehen von der Mobilität ist Assling bereits jetzt energieautonom und produziert mehr saubere Energie als in der Gemeinde benötigt wird. Einen wesentlichen Beitrag zur Energieunabhängigkeit leistet das revitalisierte Kleinwasserkraftwerk von Erwin Lukasser am Kristeinbach.


Clarahütte

Aus alt wird neu

Seit 1872 steht die Clarahütte beständig und eindrucksvoll im Umbaltal auf 2038 m. ü. M. und dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Bergtouren. Sie ist die älteste Alpenhütte in Osttirol und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Rötspitze. Betreiber und Architekt beweisen mit der Sanierung einen Sinn für Tradition und gleichzeitig Offenheit für Innovation.

wasserkraft erleben

Energieweg Tirol 2050



Potenzial und Nutzung

Wasserkraft ist ein erneuerbarer Energieträger und Tirol verfügt noch über ein nutzbares Potenzial aus Wasserkraft von etwa 7 TWh/a. Gemeinsam mit allen Stakeholdern konnten auf der Grundlage einer mit neuesten wissenschaftlichen Methoden erstellten Potenzialstudie über die noch sinnvoll nutzbaren Gewässerabschnitte die Weichen für die künftige Wasserkraftnutzung in Tirol erarbeitet werden. In den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten sollen ein Ausbaupotenzial von 2,8 TWh/a nachhaltig genutzt werden. Das entspricht weniger als der Hälfte des vorhandenen Ausbaupotenzials.

revitalisierung der tiroler kleinwasserkraftwerke

In Tirol gibt es 850 Kleinwasserkraftwerke, die rund 1.600 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren. Damit kommt schon derzeit rund ein Viertel des Tiroler Stroms aus Kleinwasserkraftwerken. Und es soll mehr werden.

„Damit wir unser Energiesystem bis 2050 weitestgehend auf emissionsfreie, erneuerbare Energieträger umstellen können, müssen wir auch die Stromproduktion aus Kleinwasserkraft massiv steigern. Dabei setzen wir auf die Revitalisierung bestehender Kraftwerke“, erläutert Energiereferent LHStv Josef Geisler.

In Summe sollen die bestehenden Kleinwasserkraftwerke künftig zusätzlich zur heutigen Erzeugung die elektrische Energie eines Großkraftwerkes in der Größenordnung des Gemeinschaftskraftwerkes Inn (GKI) liefern. „Das bedeutet eine Steigerung der Stromproduktion aus Kleinwasserkraft gegenüber heute um knapp 30 Prozent auf 1.900 Gigawattstunden“, rechnet Geisler vor.

Bereits seit dem Jahr 2011 bietet das Land Tirol eine zweistufige Beratungsförderung zur Optimierung und Effizienzsteigerung bestehender Kleinwasserkraftwerke sowie zur Anpassung der Anlagen an den Stand der Technik und die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen an. Diese Förderung wurde nun bis Ende 2016 verlängert.

wasser für die kleinsten