Klaus Weninger ist ein Tausendsassa. Er ist freischaffender Künstler, Leiter des Jugendzentrums der Stadt Kufstein und Kunstlehrer an der HLW FW Kufstein. Vor einigen Jahren hat er im Rahmen seiner Arbeit die Jugendumweltaktion ZIRKUS KLIMA gegründet.

motivation

Das Projekt soll Jugendliche für Umweltschutzthemen sensibilisieren und ihnen ermöglichen, sich kreativ und aktiv dafür einzusetzen. „Die Jugendlichen erfahren im Rahmen dieses Projektes, dass jeder mit seinem Talent, seinem persönlichen Engagement und seiner Kreativität einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung seiner Umwelt beitragen kann“, ist sich Weninger sicher. Das Gemeinschaftserlebnis soll die Jugendlichen also in ihrem Handeln bestärken und motivieren.

unterstützung

„Auch wenn meine Idee am Anfang auf etwas Skepsis stieß, erfahren wir heute viel Unterstützung von der Stadt Kufstein mit Bürgermeister Martin Krumschnabel und Umweltreferent Stefan Hohenauer, den Stadtwerken Kufstein, zahlreichen Vereinen und Schulen sowie lokalen Wirtschaftsbetrieben", ist Weninger dankbar.

"Ohne deren Hilfe wäre das Projekt nur halb so erfolgreich.“

falling trees

Weninger entwickelte „ZIRKUS KLIMA" also mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche für Umweltschutzthemen zu begeistern. „Das Projekt eröffnet der Jugend die nötigen Freiräume sich mit persönlichen Stärken und Talenten für den Umweltschutz einzusetzen.“ Bei der Kunstperformance „Falling Trees“ werden diese Freiräume wahrgenommen. „Zahlreiche SchülerInnen der HLW FW Kufstein und Jugendliche des Jugendzentrums waren heuer wieder an der Aktion beteiligt. Von Trauermusik und Trommelschlägen auf Ölfässern begleitet, trugen die Jugendlichen am Autofreien Tag einen Baum zu Grabe. Ein Symbol dafür, dass wir die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden auf die Schultern künftiger Generationen lasten“.

kreativität

Jedoch nicht der erhobene Zeigefinger, sondern Kreativität, Motivation und Anerkennung sollen zu einer Sensibilisierung führen. ZIRKUS KLIMA bietet damit einen idealen Rahmen für Jugend-, Sozial- und Integrationsarbeit, Umweltschutz, Vereinspflege und Bildung.

„Es besteht Hoffnung für die Zukunft, denn Kinder wissen spontan die richtige Antwort auf diese Frage. Die meisten Erwachsenen tappen diesbezüglich leider immer noch im Dunkeln.“

Ein weiteres Projekt im Programm ist die sogenannte Monsterschau. „Das ist ein optisches und akustisches Erlebnis, zur Sensibilisierung für Umweltschutz und Klimawandel“, erklärt Weninger. Dabei können sich die Besucher in einem mystisch dekorierten Zirkuswagen vor einem Spiegel folgende Frage stellen: Wer ist wohl das größte Umweltmonster dieser Erde?

mut

Manche dieser Aktion erscheinen vielen vielleicht als skurril und seltsam. „Bei 400.000 Menschen, die jährlich in Europa an den Folgen hoher Luftverschmutzung sterben, sollte jedoch jede Gelegenheit genutzt werden um Gegenmaßnahmen einzufordern“, ist Weninger überzeugt. Kufsteins Jugend setzt jedenfalls kräftige Zeichen und demonstriert alljährlich mit kreativen Aktionen und einer Fahrraddemo gegen die weltweit hohe Luftverschmutzung.