Die Kinder in Rinn und Sistrans gehen wahnsinnig gerne in den Kindergarten. Die Kindergartenpädagoginnen seien nett und das Wichtelprojekt mache unglaublich großen Spaß, so die Kinder. Das Wichtelprojekt von dem sie erzählen wurde als Pilotprojekt in zwei Tiroler Kindergärten getestet und wird inzwischen in zehn weiteren Kindergärten umgesetzt. Die Idee dahinter ist, schon die ganz Kleinen auf spielerische Art und Weise mit dem Thema erneuerbare Ressourcen in Kontakt zu bringen. Sie sollen mit allen Sinnen erleben, welche Energieschätze unser Land zu bieten hat und durch kleine Experimente spielerisch lernend an diese herangeführt werden.

voller energie

„Unser gesamtes Leben ist darauf ausgerichtet, Energie zu verbrauchen. Den Kindern soll bewusstgemacht werden, in welchen Lebensbereichen wir Energie benötigen und wie Energie gespart werden kann“, so die Projektkoordinatorin Ulrike Umshaus von Energie Tirol. Dazu erhalten die Kindergartenpädagoginnen Unterlagen für die Arbeit mit der Gruppe, die sich über das gesamte Jahr zieht. Wie und wann welche Inhalte eingebracht werden, ist den Kindergärtnerinnen vollständig selbst überlassen. Schlussendlich können diese am besten abschätzen, welches Thema gerade zur Gruppe und zu den Kindern passt. 

spielend lernen

Die Unterlagen sind gegliedert nach den vier Jahreszeiten und verschiedenen Ressourcen zugeordnet.

„Im Herbst wirbelt der Wind die Blätter auf, im Winter sorgt heimisches Holz für Wärme, im Frühling tanken wir Energie mit den ersten Sonnenstrahlen und im Sommer bringt das Wasser eine willkommene Abkühlung.“

Spiele, Aktivitäten und Bastelanleitungen bieten dabei Anregungen zu den Kategorien Bewegung und Gesundheit, Ästhetik und Gestaltung, Emotionen und soziale Beziehungen, Sprache und Kommunikation, Natur und Technik, Ethik und Gesellschaft.

kreativität

„Gemeinsam mit den Kindern überlegen wir zum Beispiel wie es wäre in einem Land zu leben, in dem sehr viel Sonne scheint, hohe Temperaturen herrschen und wenig Regen fällt. Wir erklären den Kindern welche Auswirkungen ein solch extremes Klima auf die Natur und die Menschen in diesen Ländern hat und wie es sich auf Armut und Hunger auswirkt“, beschreibt Iris Fock ein Beispiel aus dem Wichtelprojekt.

Der kleine Philipp aus Rinn erzählt uns hingegen ganz euphorisch von seiner großen Verantwortung, immer das Licht auszuschalten, wenn die Gruppe aus dem Raum geht.

„Das Licht braucht ja keiner, wenn der Raum leer ist! Wenn es trotzdem brennt, kostet das nur unnötig Energie und Geld!“

„Inzwischen haben wir das Projekt mit den zwei Kindergärten in Rinn und Sistrans perfektioniert und bereits zehn weitere Kindergartengruppen gewinnen können.“

Interessierte Kindergärten können sich bei Energie Tirol melden um dann hoffentlich viele weitere kleine Energiewichtel auszubilden.