Mit viel Engagement ständig etwas in Bewegung setzen und am Laufen halten: Die Verantwortlichen des Energiemanagements der tirol kliniken treiben viele Projekte an und bringen ihren Arbeitsplatz energetisch auf einen guten Weg.

voll auf kurs

 „Energie ist kostbar, daher widmen sich bei uns viele Personen einem großen Ziel: Unsere Gesundheitseinrichtungen so zu errichten und zu betreiben, dass negative Umweltauswirkungen sowie Energieverbrauch und -kosten sinken und die Energieeffizienz steigt. Damit sind wir voll auf Kurs mit dem energiepolitischen Programm der Tiroler Landesregierung TIROL 2050 energieautonom“, freut sich Dipl.-Ing. Alois Radelsböck, Abteilungsvorstand für Bau und Technik bei den tirol kliniken.

kleine ursache, große wirkung

Das energiepolitische Ziel der tirol kliniken ist, den Energieverbrauch bis 2020 um sieben Prozent zu senken (bezogen auf das Basisjahr 2013). Dies soll einerseits durch technische Maßnahmen bei Neubau und Sanierung von Betriebsgebäuden, aber andererseits auch durch die aktive Sensibilisierung von Mitarbeitern erreicht werden. Energiemanager Ing. Patrick Hörhager erklärt:

„Wir sind mit etwa 8.200 Mitarbeitern momentan der größte Arbeitgeber in Westösterreich. Die Summe dieser vielen kleineren Energiesparer, hat eine große Wirkung.

Im Zuge unserer Mitarbeiterkampagne '5 mal mehr Energie am Arbeitsplatz' und einer günstigen Witterung haben wir 2014 11.600 Megawattstunden gegenüber 2013 eingespart, so viel Energie, wie 670 Einfamilienhäuser im Jahr verbrauchen – und rund drei tausend Tonnen CO2.“

Die praktischen Tipps der tirol Kliniken können wir alle auch im Alltag leicht umsetzen.

einfache tipps und tricks

Die Kampagne hatte zum Ziel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren und ihnen die Wichtigkeit von sorgsamem Umgang mit Energie bewusst zu machen. Über das Intranet, Infobroschüren und lustige Videos wurden einfach umsetzbare Tipps und Tricks transportiert. „Manchmal Stiegen steigen statt Lift fahren bringt Energie und spart Strom. Regelmäßig stoßlüften, den Computer während Besprechungen und in der Mittagspause in den Energiesparmodus setzen und bei genügend Lichteinfall die elektrische Beleuchtung abschalten – das sind kleine Maßnahmen, die große Wirkung zeigen“, erzählt Radelsböck.

technischer vorsprung

Der technische Controller, Ing. Mag. (FH) Martin Lackner zeigt sich stolz. Neben der hocheffizienten Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen gibt es eine Brunnenwasserkühlung.

„Mittels zwei Wärmepumpen wird die Energie aus dem Kühlwasser wieder entnommen und zum Vorwärmen des Warmwassers und für die Fußbodenheizung genutzt.“

Aber auch auf der technischen Seite ergeben viele verschiedene Maßnahmen ein großes Ganzes. Paradebeispiel ist das im Mai 2015 in Betrieb genommene Kinder- und Herzzentrum als Niedrigenergiehaus.

„Es liegt 50% unter dem gesetzlich maximal zulässigen Heizwärmebedarf.“

Highlights sind zudem die thermisch optimierte Gebäudehülle mit 3-fach-Verglasung und die automatische Aufzugsschachtentlüftung

„Das neue Gebäude verfügt über die dreifache Nutzfläche und die dreifache technische Ausstattung – und verbraucht trotzdem weniger Energie als das alte."

Auch künftig sollen alle Neubauten und Sanierungen nach Stand der Technik und energieeffizienten Gesichtspunkten geplant und errichtet werden.

elektrisiert

Aktuell setzen die tirol kliniken ihren ökologischen Kurs im Bereich der Elektromobilität fort. Als nächst er großer Schritt wird stufenweise die Fahrzeugflotte auf Elektroautos umgestellt. Den Clou dabei verrät uns Radelsböck: „Wir fahren dann nicht nur lokal emissionsfrei, sondern erzeugen den dafür benötigten Strom selbst mittels Solarenergie.“ Die tirol kliniken sind mit ihrer verantwortungsvollen Unternehmensstrategie auf dem besten Weg nach TIROL 2050.