Rückblick: Energie Zukunft Tirol - Speichersysteme der Zukunft

Bei der Veranstaltung im Landhaus wurde über die vielversprechende Zukunft von Energiespeichern diskutiert.

Im vollgepackten Großen Saal des Landhauses haben gestern über 200 Interessierte den Fachvorträgen von Referenten aus dem In- und Ausland gelauscht.

LH-Stv. Josef Geisler hat den Nachmittag eröffnet und darauf hingewiesen, wie wichtig weitere technologische Entwicklungen im Bereich der Energiespeicher, auf dem Weg nach TIROL 2050 energieautonom sind. Der Geschäftsführer von Energie Tirol, Bruno Oberhuber, führte durch die Veranstaltung und hat den Referenten mit punktuellen Fragen, spannende Antworten entlockt.

Tirols Energiebeauftragter Stephan Oblasser hat zum Auftakt die Rolle der Energiespeicher in der Energiepolitik des Landes erörtert und wie schon LH-Stv. Geisler den Bogen zur Vision TIROL 2050 energieautonom gespannt. Ihm folgte ein Beitrag von Wolfgang Streicher, Professor an der Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen, der auf die Vor- und Nachteile von Wasserspeichern einging und nach möglichen Alternativen dazu suchte.

Nach dieser ersten Einführung in das Thema, folgten Inputs zu den Möglichkeiten der Bauteilaktivierung. Während Harald Kuster, von Kuster Energielösungen über die gezielte Mehrfachnutzung von Betondecken referierte und die daraus resultierende Möglichkeit Wohnhäuser und Büroanlagen überwiegend mit der Kraft der Sonne zu beheizen, hat Gerhard Pfurtscheller von Alpsolar Klimadesign ein Praxisbeispiel aus Osttirol vorgestellt, in dem thermoaktive Bauteile vorwiegend zum Kühlen des Gebäudes verwendet werden.

Nach einer Pause ging es in eine zweite Runde von Vorträgen, nun rund um das Thema Stromspeicher. Joaquín Klee Barillas vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg, hat aktuelle Batterietechnologien und mögliche Entwicklungen vorgestellt. Nach viel Theorie hat Gerald Steinmaurer vom Austria Solar Innovation Center dann die Ergebnisse aus einem Feldversuch in Oberösterreich präsentiert und damit gezeigt, inwieweit sich Stromspeicher im Haushalt gegenwärtig bewähren können. Abgeschlossen wurde der Nachmittag von Bruno Lanbach, dem Erfinder des ersten und einzigen Stromspeichers in Tirol. Er gewährte spannende Einblicke in die Entwicklung und Produktion der neuartigen Lithium-Ionen-Batterie "GARABAT" und seine Vision, diese zum smarten Energiespeicher für Haus und Gewerbe zu machen.

Fazit: Ein spannender Nachmittag mit tollen Beiträgen, der bei den Besuchern und Referenten gleichermaßen für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt hat.

Die Veranstaltung fand im Rahmen von "klimaaktiv erneuerbare wärme" statt.