Hohe Dichte an Passivhäusern in Tirol

Der jährliche „Emission Gap Report“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) gibt Anlass zur Besorgnis. Tirol ist auf dem richtigen Weg.


Viel Energie und gleichzeitig ein hoher CO2-Ausstoß wird weltweit für das Heizen von Häusern aufgewendet. Allein in Tirol wird ein Viertel des Energiebedarfs zum Heizen unserer Häuser und Wohnungen benötigt. Vor allem in diesem Bereich gibt es ein hohes Potenzial, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Tirol ist zwar weltweit Vorreiter, was die aktiven Bemühungen um das Verringern von Treibhausgasen angeht, jedoch gibt es noch genügend Einsparungspotenzial, welches durch die Sanierung und Optimierung veralteter Heizsysteme ausgeschöpft werden kann.

Der jährliche "Emission Gap Report" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der am 3. November in London vorgestellt wurde, gibt Anlass zur Besorgnis. Denn die Klimaziele des Pariser Abkommen scheinen nur schwer erreichbar, wenn der weltweite Emissionsausstoß von CO2 sich nicht sehr bald ändert. Der Ausstoß von Treibhausgasen müsste, um das vereinbarte Klimaziel zu erreichen - die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal 2 Grad zu begrenzen, stark verringert werden. Dem Bericht zufolge steuert die Welt auf einen Ausstoß von Treibhausgasen mit einem Erwärmungspotenzial von 54 bis 56 Gigatonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr 2030 zu. Notwendig wäre aber eine Reduzierung auf 42 Gigatonnen, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.

Initiativen, wie das Projekt Tirol 2050 energieautonom arbeiten beispielsweise stetig daran, Möglichkeiten zur Energieeffizienz aufzuzeigen. Alleine durch die Dämmung von Häusern und die Sanierung alter Heizungen könnten in Tirol 80 % des Wärmebedarfs eingespart und der Anteil erneuerbarer Energieträger massiv gesteigert werden. Tirol ist dabei auf dem richtigen Weg: 2014 war in Tirol die Dichte der Passivhäuser mit einem Anteil von 21 Prozent weltweit die höchste. Dies ist sicherlich auch der Wohnbauförderung des Landes Tirol für passive Bauweisen zu verdanken.

Quelle: apa/dpa