Fünf E-Mopeds und ein E-Motorrad sorgen bei der Fahrschule Schwaiger in Schwaz
für zukunftsfähiges Fahren. Mit gutem Grund: Eine Fahrschulfläche inmitten eines Wohngebietes? Das geht nur mit extrem leisen und abgasfreien Gerätschaften. Das gab den entscheidenden Anstoß für Inhaber Johann Rodler: Eine Handvoll E-Mopeds musste im Mai 2019 her! Die AnwohnerInnen danken es ihm.

„E-Mobilität hat mich schon länger interessiert, aber letztes Jahr war es dann soweit. Die Preise stimmten, die Förderung auch. Ich muss sagen, die Maschinen haben sich gut bewährt“, erzählt der Schwazer Familienunternehmer.

Einmal laden bitte

In den Fahrschulalltag sind die E-Mopeds mittlerweile bestens integriert: Die Akkus werden über Nacht vollgeladen und bei Bedarf in der Mittagpause nochmal angesteckt. „Die Batterie kann man einfach herausnehmen und an die Steckdose daheim oder im Büro anschließen“, weiß auch Tochter Barbara Rodler, die ebenfalls im Betrieb mitarbeitet. 

Dabei machen die Ladekosten nur einen Bruchteil von etwa einem Zehntel der vergleichbaren Benzinkosten aus.

Und für die Umwelt kommt es noch besser: Ein E-Moped holt aus der gleichen Energiemenge bis zu zehnmal so viel Kilometer heraus wie ein Verbrenner. Auch das Gesamtbild stimmt: Bis zu 50 % THG Emissionen (Strommix) können unter Einbezug des gesamten Lebenszyklus durch ein E-Moped eingespart werden.

Mit eigenem Strom vom Dach oder 100% Ökostrom ist die Bilanz natürlich noch besser.

„Wir haben auch zwei Benzin-Mopeds, aber ich hätte noch nie den Eindruck gehabt, dass die jungen Leute die lieber mögen“,

schmunzelt Rodler. Kein Wunder: Beschleunigung und Innovationsgeist bringen die E-Mopeds um einiges mehr mit. „Außerdem sind sie sehr wartungsfrei, das ist für uns natürlich auch nicht übel“,lässt der ausgebildete Spritspar-Trainer, der dieses Wissen auch an die SchülerInnen weitergibt, wissen.

IN NULL KOMMA NICHTS AM ZIEL

Mit einer Reichweite von durchschnittlich 80 Kilometern sind E-Mopeds mittlerweile auch voll alltagstauglich. Im Schnitt sind schließlich 94 % aller Autofahrten in Österreich kürzer als 50 km.
Wo Öffis oder Rad keine Alternative sind, können E-Mopeds also aushelfen.

Vom ZWEIRAD ZUM VIERRAD

Nach Plänen für die Zukunft gefragt, strahlt Rodler:

„In zwei Wochen kommt das erste Elektroauto im Fuhrpark an. Wir besprechen ja im Unterricht auch die verschiedenen Antriebsarten. Mir ist es wichtig, dass junge Leute selbst ausprobieren und entscheiden können. Ich finde E-Mobilität ist eine gute Sache.“

Tipp:

Dank neuen Förderungen ist der Umstieg auf ein E-Moped
oder E-Auto aktuell so günstig wie nie.

Der Bund fördert E-Mopeds im Rahmen der E-Mobilitätsoffensive 2020 mit satten 700 € und viele Tiroler Gemeinden legen da nochmal was obendrauf.
E-Autos werden sogar mit 5000 € von Bund und Fahrzeughändlern gefördert. Mehr Infos in den Links unten.


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