Auf 1.150 Meter Höhe im Inneralpbach lebt der Bergbauer Peter Moser. Schon immer hatte er eine Affinität zum heimischen Rohstoff Holz und schaute Handwerkern gerne bei ihrer Arbeit zu. Als er sah mit welchem Arbeitsaufwand Tischler Holzoberflächen von Hand hackten und bearbeiteten, um den Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden, fragte er sich ob dieser Prozess maschinell nicht viel schneller und einfacher zu erledigen wäre. So tüftelte er in seiner Freizeit an einer Maschine die diese Arbeit erleichtern sollte. Ohne es zu vermuten, legte er mit seiner Idee den Grundstein für einen erfolgreichen, nachhaltigen Holzverarbeitungsbetrieb.

Nachhaltig Wirtschaften

„Mit dem Bemühen unseren einzigartigen Lebensraum auch für zukünftige Generationen zu erhalten, versuchen wir nachhaltig zu wirtschaften. Umwelt- und Naturschutz sowie Sicherheit und Qualität stehen bei all unseren Investitionen und Neuerungen im Mittelpunkt.“ Getrieben von unternehmerischen Werten der Qualität, Regionalität, Energieeinsparung, Wertbeständigkeit und Funktionalität, steht der Betrieb nie still und ständige Verbesserungen werden in allen Belangen angedacht.

Aus Neu mach Alt

„Während viele Menschen immer jünger aussehen wollen, als sie eigentlich sind, geht bei Möbeln und Einrichtung nun der Trend in Richtung Altholz-Optik“

erklärt Mathias Bischofer.

Der Vintage-Look hat jedoch seinen Preis. „Altholz ist ein rares Gut. Oft hält es den statischen Anforderungen nicht stand und wenn doch, dann erschrecken sich viele an den Kosten.“ Also was tun, wenn das nachgefragte Material knapp und teuer ist? Silvia Bischofer liefert die Antwort

„Wir haben ein Ersatzprodukt entwickelt, das optisch ident mit Altholz ist, aber aus neuwertigen Brettern und Holzbalken besteht.“

Über acht Millionen Hackmuster kann die Maschine erzeugen und so vollautomatisch aus neuem Holz altes machen. „Was früher nur händisch mit einem Breitbeil möglich war, geht jetzt maschinell und trotzdem gleicht kein Brett dem anderen“.

Energieeffizienz wird hier groß geschrieben

Ab 2017 können so voraussichtlich 70 Prozent des Strombedarfs selbst gedeckt werden. Der Rest kommt von einem lokalen Ökostrom-Anbieter und vorwiegend aus Kleinwasserkraftwerken.

„Als Produzenten eines heimischen Produkts, ist es uns ein Anliegen mit dem Zukauf heimischer Energie die regionale Wertschöpfung zu stärken.“

Die junge Familie ist überzeugt mit ihrem Produkt auch energietechnisch auf dem richtigen Dampfer zu sein.

„Wir verwenden hier ausschließlich heimisches Holz, während verfügbares Altholz oft quer durch die Welt transportiert werden muss.“ Diese Einstellung zeigt sich auch beim Bau des neuen Betriebsgebäudes in Brixlegg. Auf den vorhandenen Dachflächen sind mehrere kWp Photovoltaik in Planung.

Und wo gehobelt wird, fallen natürlich auch Späne.

„Wir produzieren hier eine Menge Abfallholz – das eignet sich hervorragend zur Beheizung unserer Betriebsgebäude mittels Hackschnitzelanlage.“

Für diese Form der Beheizung mit heimischen Ressourcen hat man sich ganz bewusst entschieden, obwohl direkt am Grundstück eine Gasleitung verläuft, die ganz einfach und ohne Aufwand hätte angeschlossen werden können. Den Teil des Abfalls, den die Moser-Bischofers nicht selbst verwenden können, pressen sie in Briketts.

elektrisch unterwegs

Zu guter Letzt werden Silvia und Mathias Bischofer zukünftig lokal emissionsfrei mit einem Elektroauto zwischen den Standorten in Alpbach und Brixlegg pendeln. Der E-Fuhrpark wird durch einen E-Stapler ergänzt. Viele kleine aber wichtige Beiträge für TIROL 2050 energieautonom.

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