Sarah aus Lienz feiert bald ihren 18. Geburtstag. Wie ihre FreundInnen will auch sie jetzt mit dem Autofahren loslegen. Gemeinsam mit ihren Eltern betritt sie die Fahrschule Kontschieder in Lienz für ein erstes Beratungsgespräch. Beim Betreten der Fahrschule fällt ihr eine Pinnwand mit Fotos ins Auge: Strahlende FahrschülerInnen mit einem 50 Euro-Schein in der Hand. „Das sind unsere Spritsparchampions“, klärt sie Clemens Kontschieder, der Besitzer der Fahrschule auf. „Mir ist es ein Anliegen, dass meine FahrschülerInnen auch auf den Energieverbrauch achten, wenn sie jetzt motorisiert durchs Leben fahren“.

die fahrschule kontschieder macht e-mobil

Zudem erfahren Sarah und ihre Eltern, dass die Fahrschule Kontschieder, die erste Fahrschule Tirols, mit einem rein elektrisch betriebenen Auto im Fuhrpark ist. „Die Leute sind immer etwas überrascht, wenn sie das hören. Ich selbst war es auch“. Dabei geht Kontschieder einfach mit der Zeit.

„Eine Neuanschaffung stand an, die Elektromobilität ist voll im Kommen – da war die Entscheidung für den e-Golf relativ schnell gefällt.“

Dieser ergänzt den Fuhrpark perfekt und bietet FahrschülerInnen die Möglichkeit die Elektromobilität von Anfang mitzulernen und zu erleben.

„Seit März 2016 ist das Thema E-Mobilität auch Teil der theoretischen Führerscheinausbildung in Österreich“, erzählt Clemens Kontschieder. Fragen wie „Welche Rekuperationsstufe wählt man beim bergabfahren?“ stehen seitdem im Prüfungskatalog.

„Das Thema Rekuperation ist für konventionelle Autofahrer und die meisten Führerscheinneulinge reine Theorie. Hat man praktische Erfahrung mit Elektroautos gesammelt, werden die Antworten verständlich und greifbar“.

Das Elektroauto im Fuhrpark ist für Clemens Kontschieder also einfach die logische Konsequenz auf aktuelle Entwicklungen.

Generation E-Mobil

Die FahrschülerInnen entscheiden freiwillig, ob sie mit dem e-Golf fahren wollen oder nicht. „Die meisten SchülerInnen nutzen die Gelegenheit natürlich. Mittlerweile ist der Andrang auf das Auto sehr groß. Vom Fahrerlebnis im Elektroauto sind sie dann alle durchgängig begeistert. Unser e-Golf kommt richtig gut an“, freut sich Kontschieder. „Für die nächste Generation ist das praktische Kennenlernen der Elektromobilität enorm wichtig. Jeder, der die Gelegenheit hatte ein Elektroauto zu fahren, sieht diese Form der Mobilität mit anderen Augen“.

leise und lokal emissionsfrei

Natürlich birgt das E-Auto für eine Fahrschule auch einige Herausforderung. „Für den vollen Betrieb ist die Kombination von Reichweite und Ladedauer des e-Golfs noch nicht vollends geeignet“. Für Clemens Kontschieder ist es aber auch wichtig diese limitierenden Eigenschaften der Elektromobilität an die FahrschülerInnen weiterzugeben.

„Die Auswirkungen des Fahrstils auf die Reichweite werden augenblicklich erkennbar. Ein vorausschauender Fahrstil führt zu einer höheren Reichweite – wenngleich die gute Beschleunigung des Autos verlockend ist.“

Abgestellt ist das Fahrzeug, wie der Rest des Fuhrparks in der Tiefgarage unter der Fahrschule. Dort wurde eine sogenannte Wallbox installiert, an welcher der e-Golf hängt und vor sich hin ladet, wenn er nicht gefahren wird. Auch der Fahrschulleiter selbst fährt so oft wie möglich mit dem Stromflitzer. Routiniert nimmt er ihn vom Stecker und macht sich mit Sarah auf zu einer ersten lautlosen Probefahrt. Auch diese schöne Begleiterscheinung der Elektromobilität will er seinen SchülerInnen weitergeben.


„Das leise Dahinrollen erfordert mehr Achtsamkeit des Fahrers gegenüber anderen Straßenverkehrsteilnehmern. Mit erneuerbarer Energie aus der Region im Tank und ohne Schadstoffausstoß durch die Landschaft zu gleiten fühlt sich einfach gut an“.

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