Die beiden Nachbargemeinden Kundl und Breitenbach sind das beste Beispiel, dass „mitanond“ vieles leichter geht. Bereits seit den achtziger Jahren sind die vielfältigen Aufgaben in der ambulanten Pflege und Betreuung im Gesundheits- und Sozialsprengel Kundl/Breitenbach gebündelt. Darüber hinaus haben die beiden Gemeinden immer wieder Möglichkeiten des Austausches und der Zusammenarbeit gefunden.

synergien nutzen

Neben einem gemeinsamen Kompostierplatz, einer Einrichtung zur Kleinkinderbetreuung und einer Wertstoffsammelstelle teilen sich Kundl und Breitenbach seit dem vergangenen Jahr nun auch ein modernes Sozialzentrum und nutzen damit vielfältige Synergien.

einblick in den arbeitsalltag

Während Heimleiter Erich Eberharter im Zentrum seinen Rundgang macht, erzählt er uns von der Namensfindung. Der Begriff „mitanond“ steht als Synonym für die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, die gemeinsame Unterbringung diverser Einrichtungen unter einem Dach, das Verbindende zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen und deren gemeinsames Ziel, den Bewohnerinnen und Bewohnern die bestmögliche Betreuung und Pflege zu bieten.

„Es war allen Beteiligten wichtig, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen“.

gesprächsstoff

Bevor das Sozialzentrum mitanond Kundl Breitenbach in zentralster Lage in Kundl entstand, wurde ein wichtiger und intensiver Diskussionsprozess über die künftigen Anforderungen und das erforderliche Leistungsangebot geführt. In dem energieeffizienten Neubau, bestehend aus drei Geschossen, einer Tiefgarage und liebevoll gestalteten Grün- und Gartenanlagen sind neben dem Pflegeheim für Lang- und Kurzzeitpflege auch der Gesundheits- und Sozialsprengel, die Tages¬betreuung sowie die Bücherei und ein physiotherapeutisches Institut untergebracht.

"Damit wurden ideale Rahmenbedingungen geschaffen, um das Zentrum zu einer sozialen, kommunikativen Einrichtung mitten im Ortskern zu machen“

Eine Bewohnerin erzählt voller Freude von regelmäßigen Besuchen der nahegelegenen Pfarrkirche. Alltägliche Erledigungen wie eben Kirchenbesuche, aber auch Einkäufe, Bankgeschäfte, Behördenwege oder Besuche von Platzkonzerten und Festumzügen sind den Bewohnerinnen und Bewohnern mit ihren Angehörigen dank der Zentrumsnähe möglich.

(energie)effizienz

Neben dem sozialen Aspekt kann das Sozialzentrum vor allem durch die ressourcenschonende, bautechnische Ausführung begeistern. Mit der Installation einer 36kWp Photovoltaikanlage setzt man auf eine effiziente Energieversorgung und auch die Wärme bezieht das Sozialzentrum ganz im Sinne der Nachhaltigkeit aus Fernwärme. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung steigert zudem die Lebens- und Wohnqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Ein doppelter Gewinn für Mensch und Umwelt also. „Dadurch, dass für zwei Gemeinden nur ein Gebäude errichtet wurde, konnte vieles effizienter und komprimierter gestaltet und so nochmal zusätzlich Energie gespart werden.“

regionales zuerst

Auch bei der Zubereitung der insgesamt rund 34.000 jährlichen Mittagessen handelt das Sozialzentrum ganz nach den Interessen von TIROL 2050 energieautonom. In der Küche des mitanond wird nicht nur auf Frische und Qualität der Produkte geachtet, sondern auch viel Wert auf die Verwendung von Lebensmitteln aus der Region gelegt. „Ein wichtiger Aspekt, werden doch nicht weniger als 19.000 Mahlzeiten allein für Essen auf Rädern, den Kindergarten und den Schülerhort zubereitet“ informiert Sabine Eder-Unterrainer, Geschäftsführerin des Gesundheits- und Sozialsprengel Kundl Breitenbach.

vorzeigeprojekt

Was von Seiten des Landes seit kurzem von allen Großküchen gefordert wird, nämlich die umfassende Verwendung regionaler Erzeugnisse, wird im Sozialzentrum mitanond also bereits seit längerem in die Tat umgesetzt.

Nicht umsonst schafften es die Gemeinden Kundl und Breitenbach mit dem mitanond unter die Finalisten des Tiroler Energiepreis 2015 und erhielten einen Anerkennungspreis für das nachahmenswerte Gemeindekooperationsprojekt.

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