Jährlicher Tiroler Klimafortschrittsbericht

Fünf Jahre Pariser Klimaabkommen


Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris im Rahmen der UN-Klimakonferenz dieser internationale Vertrag von insgesamt 195 Staaten unterzeichnet. Im Wesentlichen sieht dieser die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur vor. Sollte dies nicht gelingen wird es zu einer weiteren Zunahme von Hitzeextremen, Starkniederschlägen und Dürren sowie zum Abschmelzen der Gletscher und der Erhöhung des Meeresspiegels kommen.

„Auch Österreich hat sich im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, die vorgegebenen Ziele nach Kräften zu verfolgen“, sagt Klimalandesrätin LHStvin Ingrid Felipe und verweist darauf, „dass angefangen von der internationalen Staatengemeinschaft über die Staaten, Regionen und Kommunen bis hin zu den Einzelpersonen, alle ihren Beitrag dazu leisten können und sollen.“

Tiroler Klimafortschrittsbericht 2020

Die im Verkehrsbereich gesetzten Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen (THG) richten sich gegen den überbordenden Transitverkehr, bringen aber auch Verbesserungen beim öffentlichen Mobilitätsangebot, wie LHStvin Felipe ausführt: „Das steigende Verkehrsaufkommen, vor allem durch den Schwerverkehr, belastet Tirol im Vergleich zu anderen Bundesländern überdurchschnittlich stark und kann nur in beschränktem Ausmaß durch Tirol selbst positiv beeinflusst werden. Begleitend zu den gesetzlichen Maßnahmen, wie etwa die nicht mehr wegzudenkenden Fahrverbote wurden laufend auch gezielte Förderaktionen unter anderen zur Stilllegung emissionsreicher LKW oder auch Aktionspakete im Rahmen von ‚So fährt Tirol 2050‘ umgesetzt. Auch die nachhaltige Öffi-Tarifreform, der Einsatz alternativer Kraftstoffe, klimagerechte Verkehrskonzepte oder die Einrichtung von Mobilitätsbeauftragten in den Regionen sollen die Emissionsbilanz im Verkehrsbereich verbessern.“ Auf Ebene der Gemeinden wird in den Mobilitätsbereich laufend investiert, um die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern und die E-Mobilität zu attraktivieren.

Klimawandelanpassungsmaßnahmen in Tirol

LHStvin Felipe freut sich insbesondere auch über den 2018 gestarteten Klimawandelanpassungsprozess von zehn Tiroler Gemeinden. Das Projekt wurde im heurigen Jahr auf Tiroler Regionen ausgeweitet: „Die Umsetzung von Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen muss letztlich auf Ebene der Gemeinden erfolgen. Dort können regional notwendige Maßnahmen zielgerichtet geplant und umgesetzt werden. Denn dem Klimawandel sollte auf allen politischen und auch gesellschaftlichen Ebenen mit Nachdruck begegnet werden, sodass Tirol auch für die folgenden Generationen lebenswert bleibt.“

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