LHStv Josef Geisler und LRin Beate Palfrader: „Mit Umweltwärme raus aus Öl“

Einkommensunabhängige Impulsförderung für Wärmepumpen bis Ende 2021 verlängert

Die einkommensunabhängige Impulsförderung für den Einbau von Wärmepumpen im privaten Wohnbau wird um ein Jahr bis Ende 2021 verlängert. Damit bietet das Land Tirol allen privaten BauherrInnen, die keine Wohnbauförderung in Anspruch nehmen, weiterhin einen attraktiven Anreiz zum Einbau dieses umweltfreundlichen Heizsystems. Die Wärmepumpen-Förderung beträgt bis zu 3.000 Euro und wird seit 2019 im Rahmen von "Tirol 2050 energieautonom" ausgezahlt.

„Wir wollen in Tirol raus aus Öl und fossilen Brennstoffen und setzen deshalb in der Raumwärme stark auf die Wärmepumpentechnologie sowie auf Heizen mit Holz“, erklären Energiereferent LHStv Josef Geisler und Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader. „Eine Wärmepumpe ist nicht nur ein verlässliches, sondern – mit Strom aus heimischer Wasserkraft oder Photovoltaik betrieben – auch ein umwelt- und klimafreundliches Heizsystem. Durch die hohe Effizienz und die geringen laufenden Kosten sinken zudem die Betriebskosten“, verweist Geisler auf die zahlreichen Vorteile von Umweltwärme.

Attraktive Fördermöglichkeiten für Neubau und Bestand

Um die Nutzung von Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser auf die Überholspur zu bringen, gewährt das Land Tirol im Rahmen der einkommensunabhängigen Impulsförderung einen Einmalzuschuss von 3.000 Euro für Erd- und Grundwasserwärmepumpen. 700 Euro Zuschuss gibt es für Luftwärmepumpen. Die Impulsförderung steht privaten BauherrInnen offen, die keine Wohnbauförderung beantragen. Über die Impulsförderung des Landes wurden bislang mehr als 300 Wärmepumpen unterstützt.

Auch im Bereich der Wohnbauförderung werden Wärmepumpen gefördert. Im Neubau ist die Förderhöhe abhängig von der Nutzfläche und der Haushaltsgröße und beträgt bis zu 20 Prozent. In der einkommensunabhängigen Sanierungsförderung werden 25 Prozent vom Rechnungsbetrag gezahlt. Außerdem wird mit dem neuen Klimapaket ein Einmalzuschuss von 3.000 Euro gewährt, wenn man von einer fossilen Heizanlage für Öl, Gas, Koks auf erneuerbare Energieträger wie die Wärmepumpe umsteigt. Holt man sich alle Förderungen ab, kommt man beim Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem mit bis zu 65 Prozent Förderhöhe. Wohnbaulandesrätin Palfrader ist mit der Förderung zufrieden: „2019 und 2020 wurden insgesamt 1.218 Wärmepumpen mit knapp sechs Millionen Euro gefördert. Damit leistet die Wohnbauförderung einen vorzeigbaren ökologischen Beitrag.“

Kompetente Ansprechpartner

Neben namhaften Herstellern von hochqualitativen Wärmepumpen verfügt Tirol mit dem "Netzwerk Wärmepumpe Tirol" auch über einen zentralen Ansprechpartner in Sachen Wärmepumpe. Dieses Netzwerk bietet qualifizierte Partnerbetriebe für die Planung sowie Installation und informiert über Fördermöglichkeiten sowie maßgeschneiderte Tarifangebote der heimischen Energieversorgungsunternehmen. 

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