Wörgl wurde FAIRTRADE Gemeinde

Als bislang einzige Stadt Tirols erhielt Wörgl die Urkunde über die Ernennung zur Fairtrade-Stadt.


Alexander Maier vom Land Tirol hat an die Wörgler Bürgermeisterin Hedi Wechner die Urkunde über die Ernennung Wörgls zur ersten Fairtrade-Stadt Tirols übergeben.

Vorausgegangen war die Idee einer Matura Projektgruppe der BHAK Wörgl mit Amera Crnkic, Rukiye Gökkurt, Madeleine Larch und Victoria Urban. Im Rahmen ihres Unterrichts wurde auch über FAIRTRADE gesprochen und so beschlossen die Mädchen daraus ein Maturaprojekt zu machen und Wörgl FAIRTRADE näher zu bringen.

Erfreut war man über die rasche Zusage der Gemeindeführung, die sofort Georg Griesser den vier jungen Damen unterstützend als Projektleiter anbot. Auf Grund dieses Projektes werden nun vermehrt FAIRTRADE Produkte in Wörgler Geschäften angeboten. Auch in den Schulen gibt’s verschiedene FAIRTRADE Produkte. Die Führung des Wörgler Seniorenheimes hat sich zudem entschlossen etwa FAIRTRADE- Säfte und Tees zu verwenden. Im Zuge dessen mussten fünf Vorgaben strikt eingehalten werden, so wurde gefordert dass sich die Stadtführung bereit erklärt voll hinter FAIRTRADE Handel zu stehen, in einer bestimmten Anzahl von Geschäften müssen zumindest zwei FAIRTRADE Produkte in jedem Laden gut zugänglich angeboten werden, zudem müssen mehrere Medienberichte über FAIRTRADE - Aktivitäten nachgewiesen werden.

Hedi Wechner zeigte ihrer Dankesrede auf, dass Wörgl auch in Sachen Energie ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat. Die Stadt sei ein großer Unterstützer von TIROL 2050 energieautonom und will sogar bis 2025 energieautark werden, der Verbrauch fossiler Energie soll zugunsten erneuerbarer Energien stark reduziert werden. "Bei FAIRTRADE geht es um faire Entlohnung, es gibt leider viele Menschen die unter ihrem Wert entlohnt werden und für uns Luxusgüter herstellen. Dies ist der Anfang dass Menschen gerecht entlohnt werden", so die Bürgermeisterin die sich bei den vier Damen herzlich für ihr Engagement bedankte.

Die Welt ist in vielen Bereichen aus den Fugen geraten, wirtschaftlich genauso wie sozial, im Bereich des Terrors oder etwa die Folgen des kolonialen Erbes, so Alexander Maier, der Vertreter des Landes Tirol. Solidarisches Handeln ist nicht mehr weg zu denken und ist oberste Priorität. Von Tirol werden jährlich 1,5 Mio. Euro an Entwicklungsgelder zur Verfügung gestellt. Bis jetzt gibt es 142 Gemeinden österreichweit, weltweit haben sich 46 Länder mit an die 1700 Gemeinden FAIRTRADE angeschlossen, Wörgl ist davon ein Paradebeispiel, so Maier.

Foto: Wilhelm Maier

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