Von Zug und Bus direkt ins E-Auto

Öffentlicher Nahverkehr wird mit E-Carsharing-Angeboten verknüpft. 16 E-Autos, die zum Teilen bereitstehen, gibt es bereits in Tirol. Fast täglich kommen neue E-Carsharing-Angebote dazu - nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum. Vorbildlich unterwegs ist Osttirol mit zehn E-Fahrzeugen der Flotte FLUGS.


Den öffentlichen Verkehr mit E-Carsharing-Angeboten verknüpfen – das ist das Ziel eines vom Klima- und Energiefonds unterstützten Projekts des Verkehrsverbund Tirol (VVT). In einem ersten Schritt soll dies in Osttirol verwirklicht werden. Die kontinuierliche Ausweitung auf weitere Betreiber wird im Laufe des Jahres stattfinden. „Bereits Ende 2018 sollen BesitzerInnen von VVT-Jahreskarten E‑Carsharing-Angebote unkompliziert nutzen können“, kündigt VVT-Geschäftsführer Alexander Jug an. Online und über die VVT SmartRide App sehen KundInnen, ob an der Zielhaltestelle ein Elektroauto zum Ausleihen zur Verfügung steht, wo das Auto geparkt ist und wie man es entsperren und damit fahren kann. Die Abrechnung wird einfach über eine monatliche Rechnung bewerkstelligt. So soll es möglich sein, vom Zug oder Bus in das Elektroauto umzusteigen, um auch die letzten Kilometer günstig und umweltgerecht zurückzulegen.

Für Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe sind „die E-Flitzer ein super Zusatzangebot überall dort, wo der öffentliche Verkehr nicht mehr hinkommt, die Wege zu Fuß oder mit dem Rad aufgrund der Geographie, eines Transports oder auch witterungsbedingt nicht bestritten werden können“. In der intelligenten Kombination von öffentlichem Verkehr und E-Carsharing-Angeboten sieht Energiereferent LHStv Josef Geisler sowohl einen Beitrag zur Tiroler Energieautonomie, als auch eine Chance für Familien im ländlichen Raum: „Elektroautos, die für alle zur Nutzung bereitstehen, können eine echte Alternative zum Zweitwagen sein. E-Carsharing bringt mehr Mobilität für weniger Geld.“

 E-Mobilität nimmt Fahrt auf

Die Regionalenergie Osttirol stellt bereits seit einiger Zeit E-Fahrzeuge zum Teilen zur Verfügung. Weitere sollen folgen: Mittlerweile können sich zwei Drittel der Osttiroler Gemeinden vorstellen, dieses Mobilitätsangebot zu unterstützen. Auf den E-Carsharing-Zug aufgesprungen sind kürzlich auch die Stadtwerke Wörgl und Kufstein sowie die Gemeindewerke Telfs. Das ist erst der Anfang – alle haben vor, ihr Service in den Regionen weiter auszubauen. Der Aufbau eines tirolweiten E‑Carsharing-Angebots wird schrittweise erfolgen, wie im Aktionsprogramm „So fährt TIROL 2050“ beschrieben. Als vom Land Tirol mit der Bewusstseinsbildung und Umsetzung von TIROL 2050 energieautonom beauftragte Organisation, wird Energie Tirol den Aufbau weiterer E-Carsharing-Standorte mit dem entsprechendem Know-how und viel Erfahrung unterstützen.

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