VCÖ: "Sechs von zehn TirolerInnen fahren öffentlich"

Umstieg vom Auto auf Bahn reduziert CO2-Emissionen im Schnitt um 93 Prozent, so eine Analyse des VCÖ.


Der Umstieg vom Auto auf Bahn oder Bus ist eine der wirksamsten Klimaschutzmaßnahmen. Wer 1.000 Kilometer mit dem Bus statt mit dem Auto fährt vermeidet im Schnitt 165 Kilogramm CO2 und wer mit der Bahn fährt sogar 202 Kilogramm, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt. Der VCÖ fordert von der kommenden Bundesregierung verstärkte Investitionen für mehr Bahn- und Busverbindungen.

Rund sechs von zehn Tirolerinnen und Tiroler nutzen zumindest gelegentlich öffentliche Verkehrsmittel. Das Klimaschutzbewusstsein steigt, ebenso die Bereitschaft mit der Bahn zu fahren. "Der Umstieg vom Auto auf die Bahn ist eine der wirksamsten Klimaschutzmaßnahmen", stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt, dass der Umstieg vom Auto auf die Bahn den CO2-Ausstoß im Schnitt um 93 Prozent reduziert.

 

Wer 1.000 Kilometer mit einem Auto mit Verbrennungsmotor fährt, verursacht in der Gesamtbilanz 216,5 Kilogramm Treibhausgas-Emissionen. Wer diese Distanz stattdessen mit der Bahn fährt, verantwortet 14,4 Kilogramm CO2 und vermeidet damit im Vergleich zum Auto 202 Kilogramm klimaschädliche Emissionen. Wer 1.000 Kilometer mit Linienbussen statt mit dem Auto fährt, reduziert den CO2-Ausstoß im Schnitt um 76 Prozent und vermeidet 165 kg Treibhausgase, rechnet der VCÖ vor.

 

"Die kommende Bundesregierung ist gefordert, das Angebot in Österreich so zu verbessern, dass möglichst viele Autofahrer, die auf Bahn oder Bus umsteigen möchten, das auch können. Und es sind Anreize zu setzen, dass jene, die schon heute die Möglichkeit zum Umstieg haben, das in Zukunft auch verstärkt tun", stellt VCÖ-Expertin Rasmussen fest.

 

Der VCÖ fordert von der kommenden Bundesregierung verstärkte Investitionen, um das Angebot an Bahn- und Busverbindungen sowohl in den Ballungsräumen als auch in den Regionen weiter zu verbessern. Der Verkehrssektor ist beim Klimaschutz Österreichs größter Problembereich. Im Vorjahr verursachte der Verkehr um 73 Prozent mehr Treibhausgas-Emissionen als im Jahr 1990. Die vergangene Bundesregierung hat beschlossen, dass die Emissionen bis zum Jahr 2030 um ein Drittel zu reduzieren sind. Doch anstatt zu sinken, ist der CO2-Ausstoß des Verkehrs zuletzt weiter gestiegen. "Die Ziele sind beschlossen. Die Maßnahmen umzusetzen, damit die Klimaziele auch erreicht werden, ist eine zentrale Aufgabe der kommenden Bundesregierung", betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

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