Das Leitprojekt

Das INNERGY Leitprojekt verfolgt das übergeordnete Ziel der Flexibilisierung der Fernwärme.

Zahlreiche Flexibilisierungen sollen das Fernwärmesystem, in einem Versorgungsumfeld mit 100 Prozent erneuerbare Energien, zukunftsfit machen.

Die Rolle

Das INNERGY Leitprojekt, verfolgt das übergeordnete Ziel der Flexibilisierung der Fernwärme. Unter der Leitung des Arbeitsbereichs Energieeffizientes Bauen der Universität Innsbruck wird in neun Teilprojekten, die flexible und effiziente Wärmeversorgung in der zentralen Tiroler Inntalfurche erprobt und evaluiert.

Das Zusammenspiel der beteiligten 14 Konsortialpartner*innen und deren Infrastrukturen bietet neue Herausforderungen, aber auch neue Chancen. Neben den technischen und digitalen Lösungen sollen in den aktuellen und in zukünftigen Umsetzungsprojekten insbesondere auch rechtliche, soziale und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet werden. Als Ergebnisse stehen Erfahrungen und Modelllösungen für neue Partnerschaften und integrierte Infrastruktur- und Sektorkopplungen zur Verfügung, die über (inter)nationale Vernetzungsaktivitäten als Basis für die breite Anwendung über das Reallaborgebiet hinaus dienen können.

Die Teilprojekte verfolgen dabei folgende Schwerpunkte:

  • Optimierung (Temperaturspreizung maximieren) und Flexibilisierung (Aktivierung thermischer Massen als Speicher) der Wärmeabnehmer.
  • Integration von Wärme-Einspeiser mit variablem Anfall von Abwärme bzw. variabler Nutzung von Elektrizität zur Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpen.
  • Koordination und Abstimmung von Abnehmer, Fernwärmenetz und Einspeiser unter Nutzung zentraler und dezentraler Wärmespeichereffekte sowie der Entwicklung vertraglicher Rahmenbedingungen.
  • Flexibilisierung des Fernwärmenetzes im Betrieb durch variables Temperaturmanagement (eigene Speicherfähigkeit) und zentrale Wärmespeicher.

Was passiert in den Teilprojekten?

In den zahlreichen Teilprojekten wird ein flexibles und effizientes Wärmeversorgungssystem entwickelt, erprobt und evaluiert.  Zum Wärmeversorgungsystem gehören die Erzeugung, der Transport, die Speicherung und der Verbrauch. Jeweils drei dieser Teilprojekte umfassen den Aufbau bzw. Adaptierung und Betrieb von Wärmenetzen, innovative Systeme der kaskadierten und/oder gekoppelten Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden, wie Wohngebäude, Labors, Büros oder EDV-Zentren mit Schnittstellen zu Wärme- und Stromnetzen.  Ebenso die Identifizierung und Einspeisung von bisher ungenutzten Abwärmepotenzialen aus Industrie bzw. Wasserstoffproduktion oder alternativen Wärmequellen wie Abwasser, Abluft und  Grundwasser. Neben den technischen und digitalen Lösungen werden auch gesellschaftliche Aspekte beleuchtet, insbesondere mit Fokus auf die Rolle von Prosumern (wechselweise Einspeiser*in und Abnehmer*in). 

Dekarbonisierung der Industrie

Die Dekarbonisierung der Industrie ist ein entscheidender Schritt, um die Klimaziele zu erreichen. Wie beispielsweise die Tiroler Rohre GmbH, die als erster Guss- und Pfahlrohrhersteller eine EPD (Environmental Product Declaration) vorweisen. Energieverbräuche und -kennzahlen werden mit einem der modernsten Systeme kontinuierlich überwacht und gesteuert. So können Energieeinsparpotentiale identifiziert werden.

Klimaneutrale Bildungsstätten

Am Beispiel des Campus Technik der Universität Innsbruck zeigt sich, wie klimaneutrale Bildungsstätten geschaffen werden könnnen. Das dortige Green Office setzt sich für Nachhaltigkeit ein, indem es Infrastrukturprojekte vorantreibt und Nachhaltigkeit in die Lehre integriert. Sie fördern Forschung und Innovation im Bereich erneuerbarer Energien und tragen so zur Flexibiliserung der Wärmeversorgung bei.

Fossilfreie Wärme

Die tirol kliniken haben bereits Maßnahmen zur fossilfreien Wärmeproduktion vollzogen. Durch ihre konsequente Umstellung auf erneuerbare Energieträger demonstrieren sie, wie eine nachhaltige Energieversorgung in der Praxis funktionieren kann. Mit Maßnahmen wie der Nutzung von Biowärme aus CO2-neutralen Holzheizungen und der Wärmerückgewinnung durch Wärmepumpen setzen sie ein Zeichen für die Energiewende, dass diese Schritte nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch wirtschaftlich umsetzbar. 

Weitere Projekte

Im Laufe der Zeit werden im Tiroler Inntal noch zahlreiche weitere Projekte für und mit INNERGY entstehen. Derzeitig geplant sind Projekte zur Fossilfreien Wärme in Zirl oder bei Swarovski Wattens. 

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