Gemeinsam ein grosses Ziel erreichen

Mietshaus abgasfrei und zukunftssicher

Innsbruck

In einem 1908 erbauten und 1996 ausgebauten und teilsaniertem Gründerzeithaus (Heizwärmebedarf laut Energieausweis 75 kWh/m²) stand die Erneuerung mehrerer Gasthermen und eines Pelletofen an.
Mittels Datalogging wurde geprüft, mit welchen Temperaturen die Mieter heizen (Periode 2012/13) und daraus geschlossen, dass mittels Grundwasser-Wärmepumpe geheizt werden kann.

Sicherheitshalber wurden 2 Wärmepumpe mit 20 und 40 kW eingebaut und das Verteilernetz über zentrale Kamine gezogen. Mit Stand Jänner 2015 kann gesagt werden, dass bisher nur die kleine WP mit 20 kW gelaufen ist! Das Warmwasser wird mit 54 Grad in die Wohnungen gepumpt. Die Jahresarbeitszahl von 4,2, kann durch Nachrüstung von Ventilatoren und durch Senkung der Warmwasser-Temperatur vermutlich noch auf 5 gesteigert werden.

Das heißt: Es wird nun für die Beheizung und Warmwasseraufbereitung von 12 Wohnungen soviel Strom benötigt wie bislang bereits zehn Wohnungen für Warmwasser sowie eine für Heizung aufgewendet haben.

So werden pro Jahr Tausende m³ Gas und 2 Tonnen Pellets eingespart. Carsharing und Teilen diverser Dinge haben schon stattgefunden und sind weiter ausbaubar. Die Hausgemeinschaft setzt sich aus allen Altersgruppen, "Schichten" und Herkunftsländern zusammen. Bereits realisiert sind auf 150m² der Gemeinschaftswerkraum und -garten sowie als Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität, 23 Rad-Abstellplätze.
Initiatoren
organisationen
Dr. Heinz Fuchsig privat
planung
Arch. DI Melichar, MECO, Ing. Riedle, AlpSolar, ...
projektbeteiligte
DI Greml (Datalogging), Energie Tirol, Bauleitung Arch. DI Neumair, Stadt Ibk (Innergie-Team)
Fakten
Da der höchste Heizwärmebedarf hin zum Stiegenhaus und Keller liegt, wurden die beiden EG - Wohnungen mit Niedertemperaturheizkörper ausgestattet. Einzelne Wohnungen werden in einem ersten Versuch mit Ventilatoren unter die bestehenden Radiatoren (kaum sichtbar, 19 dB(A) nachgerüstet.

Die Mieter haben nun EUR 40,00 statt EUR 80,00 Kosten pro Monat für Heizung und Warmwasser. Aufgrund der schwierigen Zufahrtsituation kann bis dato noch keine Aussagen über die Wirtschaftlichkeit für den Vermieter getroffen werden.

Eine 24 m² große 17 Jahre alte Solaranlage wurde eingebunden und hat zwischen Mitte August und Dezember rund 1500 kWh Wärme geliefert. Zwischen Mai und August könnte sie den gesamten Warmwasserbedarf decken. Eine Erweiterung um 10 m² hätte aufgrund der Dachform 22.000,00 gekostet; PV wird ca. 2025 installiert (kleinteiliges Dach, dann Wirkungsgrad >20%)
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