Gemeinsam ein grosses Ziel erreichen

Passivhaus Bürogebäude

Jenbach

Mitte des 15.Jh. wurde in Jenbach mit dem Schmieden von Sensen begonnen. Dies ist der Ursprung der Sensenschmiede, in deren sanierten Gebäuden Kinder- und Jugendbetreuungsstätten, Vereinsräumlichkeiten und ein Architekturbüro eingezogen sind.

Letzteres ist ein puristisch gehaltener Quader, welcher sich in das Bestandsmauerwerk aus Schlackesteinen einbettet. Für die neugebaute Aufstockung wurde eine Leichtbauweise aus Holzriegeln gewählt, um die Steinmauer aus der vergangenen Epoche nicht mehr zu belasten als nötig war. Die Materialen wurden bewusst konträr gewählt um den Fokus auf den Unterschied zwischen Alt und Neu zu legen und zu thematisieren. Diese Differenzierung findet sich nicht nur in der Fassade mit weißen Aluminium Sandwichplatten und schwarzbraunen Mauerwerk wieder, sondern auch in der Raumgestaltung. Hier wurde besonders Wert auf den Erhalt der dunklen Schlackesteinmauer gelegt, welche mit unbehandelten rostigen Stahlelementen im Gegenspiel zu hellen Brettsperrholzplatten und weißen Gipskartonelementen stehen. Somit wurde ein Konsens zwischen Innen und Außen getroffen und eine Harmonisierung des Gesamten erzielt.
Das Büro erstreckt sich über drei Ebenen, die über einen Wintergarten mit industriellem Aussehen erschlossen sind. Die Architekten Kotai und Autengruber brüten ihre Ideen im obersten Geschoß aus, in dem sich auch der Besprechungsbereich für die Kunden sowie eine Materialbibliothek befinden. Diese Etage ist als luftige Galerie konzipiert, von welcher man die Arbeitsplätze der Angestellten im Erdgeschoß überblicken kann. In der untersten Ebene reflektiert sich die Geschichte der Sensenproduktion. In den historischen Steingewölben wurden eine kleine Bar, eine Küche und ein Kommunikationsraum integriert. Das Inventar wurde vom kreativen Duo entworfen und aus dem Holz des alten Dachstuhls hergestellt.

Das als Passivhaus konzipierte Gebäude wird über solare Energiegewinne und Luftwärmepumpe konditioniert. Die Komfortlüftung sorgt für ein angenehmes Wohlfühlklima und rundet das Haustechnikpaket ab.
Initiatoren
organisationen
KOTAI AUTENGRUBER ARCHITEKTEN ZT OG
planung
KOTAI AUTENGRUBER ARCHITEKTEN ZT OG
projektbeteiligte
Arch. DI Armin AUTENGRUBER, Arch. DI Christian KOTAI
Fakten
Passivhaus Bürogebäude
Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung 84% Wirkungsgrad
Luftwärmepumpe als Zusatzheizung mit Passivhauszertifizierung nach PHI Darmstadt
Photovoltaikanlage 20m²

Klima:aktiv zertifiziert mit Goldauszeichnung
Tiroler Sanierungspreis 2014 für Gewerbebauten

HWB 6,2 kWh/m²a * EEB 15,4 kWh/m²a * PEB 91,6 kWh/m²a * CO2 14,6kg/m²a
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