Mobilitätspioniere im Alpenraum

Oberirdisch, unterirdisch – elektrisch!

Im Alltag, aber auch im Urlaub. Die drei Bergdörfer Serfaus, Fiss und Ladis im oberen Tiroler Inntal zeigen unter dem Leitsatz „GEMEINSAM. BEWUSST. FÜR GENERATIONEN“ einen achtsamen und bewussten Entwicklungsweg im Tourismus auf und übernehmen Verantwortung aus Liebe für unsere Umwelt und Zukunft.

Ein besonderes Augenmerk in der Nachhaltigkeitsstrategie der Region Serfaus-Fiss-Ladis liegt auf der Mobilität. Dazu gehört eine umweltfreundliche Anreise, doch die Lage der Bergdörfer erschwert dies – insbesondere die Anreise per Bahn. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Landeck-Zams, 25 Kilometer und 400 bis 600 Höhenmeter entfernt. Dessen ist sich die Region bewusst, weshalb zahlreiche Ideen zur Verbesserung der letzten Meile entwickelt wurden und die Arbeit an einer Lösung für eine umweltfreundliche Anreise auf Hochtouren läuft. Ebenso wird die Mobilität vor Ort kontinuierlich weiterentwickelt. Und weist bereits einige Stärken auf: Wer erst einmal in einem der drei Bergdörfer angekommen ist, kann sein Auto getrost Urlaub machen lassen. Denn Serfaus-Fiss-Ladis ist ein Pionier im Alpenraum in puncto Mobilitätswende – und das schon seit 40 Jahren. Am 14. Dezember 1985 eröffnete Tirols erste und bisher auch letzte U-Bahn – als einzige Dorf-U-Bahn der Welt, mitten in Serfaus. Sie verbindet unterirdisch den Parkplatz im Osten des Dorfs mit der Talstation der Bergbahnen im Westen. Und war vor 40 Jahren eine echte Weltsensation. Seit fünf Jahren erstrahlt die wohl kleinste und höchstgelegene, auf Luftkissen schwebende U-Bahn der Welt in neuem Glanz.

Weißt du, dass es in Tirol eine U-Bahn gibt?

Über 150 Jahre nach der Eröffnung der weltweit ersten U-Bahn in London ist dieses Pendant immer noch eine Überraschung – denn sich nicht etwa in einer Stadt wie Innsbruck, sondern in einem beschaulichen Tiroler Dorf mit 1200 mobilitätsbewussten Einwohner*innen

 

Mehr zur Geschichte des Gelingens "Zeitreise kannst du hier nachlesen.

Gemeinsam zukunftsfähig. Mit Bergbahnen, Wanderbussen – und der U-Bahn

Die Mobilitätswende findet aber nicht nur unterirdisch, sondern auch oberirdisch statt. Wie gesagt: Um in Serfaus-Fiss-Ladis von A nach B zu kommen, braucht kaum jemand ein Auto. Die Wege ins Wander- oder Bikerglück sind kurz. In den drei Dörfern geht man selbstverständlich zu Fuß. Zudem verkehren zwischen Serfaus, Fiss und Ladis zwei Elektro-Wanderbusse, die ganztägig zwischen den drei Orten hin- und herfahren. Los geht die umweltschonende Pendelei ab Mitte Juni. In Peak-Zeiten im Hochsommer fährt ein Zusatzbus. Tipp: Um die drei Dörfer möglichst verkehrsberuhigt zu lassen, pendeln Urlauber und Einheimische untertags mit dem bestens ausgebauten Bergbahn-Netzwerk. Dieses einmalige „Gondel-Hopping“ startet Mitte Juni und endet erst spät im goldenen Oktober. Und wie es sich für eine enkelkindertaugliche Zukunftsregion gehört, fahren die Bergbahnen in Serfaus, Fiss und Ladis natürlich mit Ökostrom.