Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Tirol will darüber hinaus bis 2050 energieautonom werden, also übers Jahr betrachtet den gesamten Energiebedarf aus heimischen erneuerbaren Ressourcen decken. So behalten wir die Wertschöpfung im Land und machen uns unabhängig vom Import fossiler Energieträger. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir Energie einsparen und Erneuerbare ausbauen. Hinzu kommen die steigenden Energiepreise, die für Kopfzerbrechen sorgen – wie kann ich mir das alles leisten und was kann ich kurzfristig umsetzen, um Energie einzusparen? Energie einzusparen hilft daher nicht nur langfristig, auch kurzfristig können wir mit wenigen Handgriffen Geld sparen.

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Sticker kleben und Energie sparen!

Wir haben uns zwei Haushalte angesehen und die
größten Einsparpotenziale ausfindig gemacht:

Familie Albrecht

Die vier wohnen in einem alten, noch nicht sanierten 150 Quadratmeter großen Haus mit einer Ölheizung und noch zehn alten Glühbirnen. Anna arbeitet 40 Stunden in der Woche, Michael halbtags, wenn die beiden Kinder Hanna und Johann in der Schule sind. Sie fahren einen zehn Jahre alten Kombi und besuchen viermal jährlich die Familie in Leipzig. Mit unseren Tipps spart sich die Familie bis zu 1.574 Euro jährlich. *

Elmar und Katharina

Das Pärchen wohnt auf 55 Quadratmeter im mehrgeschossigen Altbau (insgesamt zehn Parteien) und hat noch fünf alte Glühbirnen in der Wohnung. Das Haus wurde teilweise thermisch saniert und verfügt über eine zentrale Gasheizung. Elmar und Katharina arbeiten jeweils 40 Stunden in der Woche. Sie besitzen zwei Kleinwagen, mit denen sie jeden Morgen in die Arbeit fahren. Mit unseren Tipps sparen sich die beiden bis zu 4.800 Euro jährlich. *

Was sollte ich kurzfristig machen?

Mit einem Innenthermometer bekommst du ein Gefühl für die Temperatur in deinem Zuhause und lernst dein Heizsystem kennen. Führe darüber hinaus ein Energietagebuch und mach deinen Energieverbrauch sichtbar (Strom, Heizen, Warmwasserverbrauch). Tirol hat bereits sehr viele Smart Meter, mit denen sich der Stromverbrauch pro Haushalt gut beobachten lässt. Ein bewusster Umgang mit Energie führt oft automatisch zu Energieeinsparungen von ca. zehn Prozent.

Ein Grad Celsius weniger Raumtemperatur reduziert den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Familie Albrecht spart sich so 121 Euro im Jahr. Elmar und Katharina 24 Euro im Jahr. *

Das macht zwar das System träger, spart jedoch Kosten und schont die Heizung. Es lohnt sich, die Heizung alle 24 Monate warten zu lassen, hier kann die Vorlauftemperatur und Heizkurve angepasst und dazu gleich die Heizung erklärt werden. Familie Albrecht spart sich so 101 Euro im Jahr. Elmar und Katharina 20 Euro im Jahr. *

Diese schalten bei gewünschter Temperatur die Heizung automatisch ab. Familie Albrecht spart sich so 60 Euro im Jahr. Elmar und Katharina zwöf Euro im Jahr. *

Keine Maßnahme amortisiert sich schneller und kann darüber hinaus selbst durchgeführt werden – wenn dämmen, dann 3/3-Dämmung.

Familie Albrecht spart sich so 202 Euro im Jahr. Elmar und Katharina 17 Euro im Jahr. *

Familie Albrecht spart sich so elf Euro im Jahr. Elmar und Katharina sechs Euro im Jahr. *

Fenster im Winter keinesfalls abschatten, sondern alle Energie, die die Sonne liefert, ins Gebäude lassen.

Familie Albrecht spart sich so 46 Euro im Jahr. Elmar und Katharina 20 Euro im Jahr. *

Permanentes Kipplüften eines Raumes im Winter führt zu 20 Prozent Heizenergieverlusten.

Familie Albrecht spart sich so 34 Euro im Jahr. Elmar und Katharina 18 Euro im Jahr. *

Da Rohrsysteme in Mehrfamilienhäuser anfälliger für Verkeimungen sind, sollte die Speichertemperatur hier nicht unter 60°C liegen – aber auch nicht wesentlich darüber.

Familie Albrecht spart sich so 20 Euro im Jahr. Elmar und Katharina acht Euro im Jahr. *

Der ideale Wasserdurchfluss beträgt zwischen sechs bis acht Liter pro Minute. Oft haben alte Duschköpfe noch einen Durchfluss von zehn Liter pro Minute. Familie Albrecht mit vier Personen spart sich so 352 Euro im Jahr für Warmwasserbereitung, Wasser und Kanal. Elmar und Katharina 162 Euro im Jahr. *

Täglich eine Minute kürzer duschen spart 30 Euro pro Person im Jahr. Nach dem Austausch der Duschköpfe verkürzen die Familien noch geringfügig ihre Duschzeit. Familie Albrecht mit vier Personen spart sich so 103 Euro im Jahr für Warmwasserbereitung, Wasser und Kanal. Elmar und Katharina 47 Euro im Jahr. *

Das spart Pumpstrom aber auch Energie. Es muss aber aus Hygienegründen mindestens einmal pro Tag für 15 Minuten laufen. Familie Albrecht spart sich so 191 Euro im Jahr. *

Mit Sparprogrammen bei Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner kann man einiges an Energie und Wasser sparen. Familie Albrecht spart sich so 54 Euro im Jahr. Elmar und Katharina sparen sich so 42 Euro im Jahr. *

Dort, wo noch nicht geschehen, besonders bei Lichtpunkten, die viele Stunden pro Tag in Betrieb sind. So spart man sich 17 Euro pro Lampe im Jahr. *

Elmar verzichtet komplett auf seinen Kleinwagen und fährt mit dem VVT – Jahresticket die 25 km zu seiner Arbeitsstelle. Damit erspart er sich abzüglich der Kosten für das Ticket 4.072 Euro pro Jahr.*


Bei 100 anstelle von 130 km/h kommt Familie Albrecht zwar 1 ½ Stunden später in Leipzig an, sparen im Jahr bei vier Fahrten jedoch 85 Liter Benzin und somit fast 132 Euro. *

Regelmäßig speziell nach dem Reifenwechsel und vor langen Autofahrten den Reifendruck überprüfen und anpassen. Schon ein Fülldruck von etwa 0,5 bar unter dem Sollwert erhöht den Verschleiß und sorgt für einen Mehrverbrauch. Katharina kann aktuell nicht auf ihr Auto verzichten und erspart sich durch den korrekten Reifendruck am täglichen Arbeitsweg (120 m) gut 102 Liter Benzin und somit 160 Euro. *

*Kostenersparnisse in Abhängigkeit der aktuellen Rohstoff- und Energiekosten. Stand: Energiepreismonitor Oktober 2025.

Was sollte ich darüber hinaus machen?

Gerade im Gebäudebereich wird der größte Anteil unserer Energie verbraucht, daher sollen die Gebäude in Tirol um rund 20 Prozent effizienter werden.  In der Raumwärme haben wir bereits jetzt in neun von zehn Fällen alltagstaugliche und kostengünstige Lösungen abseits von Öl und Gas.

Ein thermisch saniertes Gebäude verbraucht 50  bis 75 Prozent weniger Energie. So lässt sich bereits unabhängig vom Energieträger eine erhebliche Menge Energie und somit jährliche Heizkosten einsparen – und für den Heizungstausch kann wrtvolle Zeit gewonnen werden. Leider wird selten bedacht, dass gedämmte Gebäude wesentlich kleinere und somit günstigere Heizungsanlagen benötigen. Im Idealfall gehören also thermische Sanierung und Heizungstausch zusammen.