Sauberes Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist in Tirol selbstverständlich – dahinter steht jedoch eine leistungsfähige Infrastruktur, in die laufend investiert werden muss.
„Eine sichere Trinkwasserversorgung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dass Trinkwasser in bester Qualität jederzeit verfügbar ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen und einer vorausschauenden Planung. Bund und Land unterstützen die Tiroler Gemeinden und Wasserversorger dabei, die notwendige Infrastruktur laufend zu erhalten und fit für zukünftige Herausforderungen zu machen“, betont Wasserreferent LHStv Josef Geisler.
150 Millionen Euro haben Tirols Wasserversorger und Gemeinden in den vergangenen fünf Jahren in die Trinkwasserversorgung investiert. Dafür haben Bund und Land insgesamt 33,5 Millionen Euro an Förderungen zugesichert.
Die Fördermittel kommen Maßnahmen zur Modernisierung sowie zum krisensicheren und klimafitten Ausbau der Tiroler Trinkwasserversorgung zugute. Dazu zählen unter anderem der Neubau und die Sanierung von Quellfassungen, Hochbehältern und Wasserleitungen sowie die Verbindungen von Wasserversorgungsanlagen mehrerer Gemeinden. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel und einen steigenden Wasserbedarf leisten diese Investitionen einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Tirol.
Zu den größten Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre zählt die Erschließung der neuen Quellfassung der Mühlauer Quellen in Innsbruck durch die IKB (Innsbrucker Kommunalbetriebe). Mit dem Projekt wurde die langfristige Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser abgesichert. Ein weiteres Beispiel ist die Erweiterung der Trinkwasserversorgung in Kematen durch Tiefbrunnenanlagen, die zusätzliche Kapazitäten schafft und die Ausfallsicherheit weiter erhöht.
„Unsere Trinkwasserversorgung ist eine Infrastruktur, die man im Alltag kaum wahrnimmt – solange sie funktioniert. Dahinter stehen tausende Kilometer an Leitungen sowie zahlreiche Quellfassungen, Brunnen und Hochbehälter, die laufend gewartet, modernisiert und ausgebaut werden müssen. Investitionen in die Wasserinfrastruktur sind Investitionen in die Lebensqualität der Tirolerinnen und Tiroler“, so LHStv Geisler.
6.400 Kilometer Trinkwasserleitungen und 8.500 Kilometer Kanalnetz sowie 53 kommunale Abwasserreinigungsanlagen gibt es in Tirol. Die Gemeinden und Wasserversorger sind täglich gefordert, diese wichtige Infrastruktur zu erhalten und bedarfsgerecht auszubauen. Rund 96 Prozent der Bevölkerung sind an öffentliche Wasserversorgungsanlagen angeschlossen. Etwa 90 Prozent des Trinkwassers stammen aus Quellen – ein österreichweit außergewöhnlich hoher Anteil, der die Versorgungsstruktur Tirols nachhaltig prägt.