Auch wenn in vielen Regionen Tirols häufig starker Wind weht, sind wir kein klassisches „Wind(kraft)land“, wie etwa einige Bundesländer im Osten Österreichs. Trotzdem gibt es unter Berücksichtigung aller ökologischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte Potenzial zur Energiegewinnung aus Wind.
Nutzbarer Wind findet sich in Tirol vor allem an exponierten, hoch gelegenen Kammlagen. An ausgewählten Standorten kann Windkraft daher auch in Tirol sinnvoll eingesetzt werden.
Wusstest du, dass...
die Windkraft in Tirol den Jahresenergiebedarf von mehr als 100.000 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten decken könnte?
Das Zielszenario für TIROL 2050 energieautonom zeigt vor, wie der Energiebedarf des Landes bis zum Jahr 2050 im Jahressaldo vollständig durch erneuerbare Energiequellen gedeckt werden kann. Dabei sollen alle verfügbaren heimischen Ressourcen genutzt werden, um unabhängig von fossilen Energieträger zu werden und eine stabile Energieversorgung sicherzustellen. Die Windenergie spielt eine wichtige Rolle, um dieses Ziel zu erreichen. Auch wenn ihr Anteil geringer ist als jener von Wasser, Sonne, Holz und Umweltwärme, ist ihr Beitrag dennoch essentiell. Da Strom künftig eine größere Rolle im Tiroler Energiesystem spielen wird, gewinnt der ökologische Ausbau der Windkraft zunehmend an Bedeutung.
Windkraft kann rund 3 bis 5 Prozent des Tiroler Strombedarfs abdecken.
Die Windkraft ist vor allem in den Wintermonaten ertragreich, also genau dann, wenn die Erträge aus Wasserkraft und Sonnenenergie geringer sind, und Tirol auf Stromimporte angewiesen ist. Damit gleicht die Windkraft die saisonalen Schwankungen von Wasser- und Sonnenkraft ideal aus. Ihr gezielter Ausbau reduziert nicht nur die Importabhängigkeit, sondern senkt außerdem den CO2-Ausstoß, der durch fossile Stromerzeugung entstehen würde. Windenergie stärkt somit die Versorgungssicherheit, erhöht die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und unterstützt eine klimafreundliche Energiezukunft für TIROL 2050 energieautonom.