Die Firma Sanoll in Stams hat es sich vor bald 40 Jahren zur Aufgabe gemacht, ökologische und hochwertige Biokosmetik herzustellen. Vor fünf Jahren dann steckte sich der Gründer Martin das nächste ambitionierte Ziel: Sanoll Biokosmetik sollte CO2-neutral werden!
So viel können wir vorab schon mal verraten: Die Energie für den laufenden Betrieb kommt mittlerweile vollständig aus erneuerbaren Quellen.

UNABHÄNGIG & ERNEUERBAR

Die Energiepotenziale seines Betriebs konnte Martin Sanoll Schritt für Schritt heben: Es wurde
in eine Photovoltaik-Anlage investiert, auf Ökostrom und Elektroautos umgestellt.
Die nötige Prozesswärme für die Herstellung der Kosmetika wird mit Biogas gedeckt.

Wenn mir etwas wichtig ist, dann tue ich das einfach – auch wenn ich nicht muss. Ich habe noch nie viel davon gehalten, auf die entsprechenden Vorgaben von oben zu warten“,

erzählt der Biokosmetik-Pionier Martin. 

IM EINKLANG MIT DER UMGEBUNG

Die Umweltauswirkungen bei der Betriebsführung in Bezug auf Emissionen, Lärm, Abfall und Energieverbrauch werden stets bedacht und bei anstehenden Entscheidungen möglichst gut berücksichtigt. Dem entspricht auch das Betriebsgebäude für die Produktion von Haar- bis Babypflege in höchstem Maße: Es wurde im Passivhausstandard errichtet. Auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wurde installiert.

VOLLE SONNENKRAFT VORAUS

Die Strommenge, die für den gesamten Betrieb und die zwei E-Firmenautos benötigt wird, wird über das Jahr mit der eigenen PV-Anlage erzeugt, erklärt Martin:

„Wir haben unsere PV-Anlage vor kurzem auf 42 kWp erweitert und eine Salzwasser-Speicherbatterie mit 30 kW dazu gebaut.“

Damit sich Bedarf und Sonnenstrom die Waage halten, hilft jede eingesparte Kilowattstunde:

„Die Beleuchtung funktioniert überwiegend mit LED-Technik und kaputte Leuchtstoffröhren werden von uns durch LED-Röhren ersetzt“,

schildert er den ressourcenschonenden Ansatz.

GANZHEITLICH DENKEN

„Ich habe Freude daran, immer wieder an neuen, ökologischen Lösungen zu tüfteln. Ein faires Miteinander war mir schon immer wichtig. Deswegen war ich gleich begeistert, als ich von der Idee der Gemeinwohlökonomie erfuhr. Durch den Austausch gibt es immer wieder neue Ziele.“ So sind die vom Betrieb angebotenen Lebensmittel für die MitarbeiterInnen beispielsweise fast vollständig aus biologischem Anbau und aus Prinzip fleischlos. 

VON A NACH B

Auch bei der Mobilität zeigt der Familienbetrieb Innovationskraft: Beide Firmenautos des Familienbetriebs fahren elektrisch.
Die beiden Söhne die auch im Betrieb mitarbeiten nutzen sie sowohl für Materiallieferungen als auch privat.


Seitens der MitarbeiterInnen können insgesamt zwei den Betrieb zu Fuß erreichen. Von den übrigen reist die eine Hälfte öffentlich, die andere mit dem Privat-PKW an. Martin lässt in die Zukunft blicken:

„Wir planen, den MitarbeiterInnen E-Bikes zur Verfügung zu stellen, damit auch der Weg zur Arbeit in Zukunft ökologischer gestaltet wird.“

Bei der Lieferung der Waren wird bereits ungefähr die Hälfte mit der Bahn erledigt und auf möglichst kurze Transportwege Wert gelegt.

„Die restlichen 50 % werden leider noch mit einer normalen Spedition bewegt, aber auch hier findet sich in Zukunft sicher eine Lösung“,

ist Martin überzeugt.

VERPACKUNG
ANDERS DENKEN

Auch über den Einsatz von Plastik macht sich Sanoll Gedanken und sieht die Reduktion von Kunststoffen als wichtiges Ziel: „Bei Verpackungen verwenden wir keine Kunststoffe die Weichmacher enthalten. Wir bevorzugen einen Hersteller aus Kärnten, der ausschließlich europäischen Kunststoff verarbeitet“, so der Geschäftsführer. Außerdem wird ein festes Shampoo entwickelt, das nicht auf chemischen Rohstoffen basiert.

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Diese Geschichte ist erschienen: 2019

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