Ein 200-Betten Campingplatz, mitten im Zillertal,  auf dem sich nicht nur die Gäste, sondern auch Tiere und Pflanzen wohl fühlen – unvorstellbar?  Nicht für Familie Hell und ihr Ferienresort. Die kleine Familie denkt Nachhaltigkeit seit 1996 ganzheitlich und führt ihren Betrieb energieeffizient und naturverträglich.

Wir schreiben das Jahr 1959. Die ersten Wohnwagen fahren in das noch fast unberührte Zillertal ein. Familie Hell empfängt sie herzlich auf ihrem Campingplatz in Fügen. Auf ein paar wenigen Stellplätzen finden Gäste aus Deutschland, Holland und Italien die lang ersehnte idyllische Ruhe. Doch die Zeiten ändern sich. Der Wirtschaftsboom der 60er Jahre bringt mehr Gäste; Hotels und Campinganlagen schießen aus dem Boden, die Anzahl der Schutzhütten und Liftanlagen wächst.

Der Sohn wird Alois geboren, er soll später den Betrieb der Eltern übernehmen. Diese stecken all ihre Zeit und Ersparnisse in den Ausbau des Campingplatzes und übergeben 1996 einen gut laufenden Betrieb an ihren Sohn.

Alois setzt sich gemeinsam mit seiner Frau Karin ein Ziel: einen Ort zu gestalten, wo sich Gäste, Mitarbeiter und sie selbst wohlfühlen.

Nachhaltig Wirtschaften

„Mit dem Bemühen unseren einzigartigen Lebensraum auch für zukünftige Generationen zu erhalten, versuchen wir nachhaltig zu wirtschaften. Umwelt- und Naturschutz sowie Sicherheit und Qualität stehen bei all unseren Investitionen und Neuerungen im Mittelpunkt.“ Getrieben von unternehmerischen Werten der Qualität, Regionalität, Energieeinsparung, Wertbeständigkeit und Funktionalität, steht der Betrieb nie still und ständige Verbesserungen werden in allen Belangen angedacht.

Innovative Niedrigenergiebauweise

Der erste Neubau folgt 2000. Ein Sanitärgebäude, als Holzriegelkonstruktion in Niedrigenergiebauweise wird zum Mindeststandard für alle weiteren Investitionen. Und so entstand 2014 etwas, was lange geplant war: Eine „bademanteltaugliche“ Anlage, die alle Gebäude unter einem Dach vereint: Appartements, Hallenbad, Fitnessstudio, Saunabereich, helle Räume für Massage und Gymnastik und ein großzügiger Kinderbereich. Das besondere an dem Umbau: „Das Herzstück, die Energiezentrale, benötigt Raum von über 300 m² und ist bis auf das letzte ausgeklügelt und verhilft uns so zu enormen Energieeinsparungen“, erzählt Alois und blickt stolz zu Karin.


Heizkostenreduktion um fast zwei Drittel

  • Umstellung von Gas auf Pellets und Scheitholz
  • Thermische Solaranlage

Das Energie-Factsheet von HELLs Ferienresort spricht für sich. Der Projektleiter des Um- und Neubaus erklärt:

„Die beheizte Fläche hat sich von ca. 1.800 m² auf etwa 5.500 m² vergrößert, also praktisch verdreifacht. Zusätzlich wurde der gesamte Wellnessbe­reich erweitert. Trotzdem konnte der Wärmebedarf beinahe halbiert werden. Durch die Umstellung von Gas auf Pellets, Scheitholz und eine thermische Solaranlage konnten die Kosten um fast zwei Drittel reduziert werden“.

MOBILITÄT

Doch damit nicht genug. Familie Hell denkt Energieeffizienz ganzheitlich. So stehen für die Gäste zwei Elektroautos und mehrere E-Bikes zur Verfügung die an zwei Schnellladestationen, in Kombination mit der PV-Anlage, rasch wiederbeladen werden können.

BIS INS KLEINSTE DETAIL

Die Bepflanzung der gesamten Anlage ist heimisch und naturnah gehalten, 200 m² begrünte Dachflächen bilden eine Bienenweide, die eingesetzten Reinigungsmittel sind biologisch abbaubar, Produkte und Dienstleistungen aus der Region bekommen Vorrang und die Liste könnte noch lange so weiter gehen.

Unser Fazit:
Ein TIROL 2050 Betrieb
bis ins kleinste Detail.

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Fotorechte: Opbacher, Cathrine Stukhard
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