Schöner Zwischenerfolg für Tirol beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Österreich: Fünf Tiroler Projekte wurden von der Fachjury so gut bewertet, dass sie für das Voting bei Österreichs größten Wettbewerb für umweltverträgliche Mobilität nominiert sind. Nominiert sind das Stadtrad Innsbruck, der Planungsverband Zukunftsraum Lienzer Talboden, das Telfser Unternehmen Truck to Train Service, das Konzept Standortoffensive Rossau und ein Forschungsprojekt zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens. Beim Voting kann die Bevölkerung unter www.vcoe.at/voting bis zum 20. Juli für die Projekte abstimmen und so den Projekten Zusatzpunkte sichern.
Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für umweltverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport und wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Mobilitätsministerium und den ÖBB durchgeführt. 363 Projekte und Konzepte wurden heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich eingereicht, der unter dem Motto „Zukunftsfit für Stadt und Land“ steht. In 13 Kategorien hat jeweils eine Fachjury die Projekte bewertet, die jeweils fünf am besten bewerteten Projekte sind für das Voting nominiert. Bei diesem werden unter www.vcoe.at/voting die vorbildlichen Mobilitätsprojekte vorgestellt und bekannt gemacht und die Projekte können Zusatzpunkte erhalten.
„Die Projekte zeigen, dass es schon heute für Verkehrsprobleme in der Stadt oder am Land umweltverträgliche Lösungen gibt, die die Mobilität für die Bevölkerung verbessern und die Verkehrsbelastung für Anrainerinnen und Anrainer reduzieren. Die nominierten Projekte haben die Fachjury überzeugt und können nun von den Tirolerinnen und Tiroler beim Online-Voting unterstützt werden“, ruft VCÖ-Experte Michael Schwendinger zur Teilnahme am Voting beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich auf.
Im Planungsverband Zukunftsraum Lienzer Talboden arbeiten die Bezirkshauptstadt Lienz und 14 Gemeinden zusammen. Ihr Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr ist beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich in der Kategorie „Gehen und Radfahren“ nominiert. Insgesamt werden zwölf Bauprojekte umgesetzt, um Lücken im Radwegenetz zu schließen, die Linienführung durch Über- und Unterführungen und Radbrücken zu optimieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Mit dem Projekt Regionalterminal des Telfser Unternehmens Truck to Train Service ist Tirol in der Kategorie „Gütertransport und Logistik“ vertreten. Durch Regionalterminals können Unternehmen ohne betriebliche Gleisanschlüsse ihre Güter mit kürzeren Lkw-Fahrten auf die Schiene bringen, was den Lkw-Verkehr reduziert. In Stams wurde bereits ein Regionalterminal erfolgreich umgesetzt.
Das im Jahr 2014 eingeführte Stadtrad Innsbruck der IVB ist in der Kategorie „Sharing“ nominiert. Im Vorjahr wurden die 560 Citybikes, vier Lastenräder und ein E-Lastenrad 830.000 Mal ausgeliehen, fast viermal so oft wie im Jahr 2022, 1,6 Millionen Kilometer wurden zurückgelegt.
Ein zweites Innsbrucker Projekt ist beim VCÖ-Mobilitätspreis nominiert: Das Konzept Standortoffensive Rossau in der Kategorie „Verkehrsberuhigung, Klimawandelanpassung“. Das Gewerbegebiet mit 1.000 Betrieben und 13.000 Beschäftigten war rein auf den Autoverkehr ausgerichtet. Das ändert sich nun. 74 konkrete Maßnahmen wurden im Juni 2024 beschlossen und werden nun Schritt für Schritt umgesetzt, von Geh- und Radwegen, Begrünung des Straßenraums, verbesserter Anbindung an den Öffentlichen Verkehr bis hin zu Mobilitätsmanagement-Beratung für die Betriebe.
In der Kategorie „Forschung und wissenschaftliche Studien“ ist Tirol mit dem Projekt „MobiTOOLs“ vertreten, das beim Unternehmen Lebensraum Tirol Gruppe umgesetzt wurde. Dabei wurde erforscht, welche Maßnahmen zu Veränderungen im Mobilitätsverhalten führen. Die Forschungsergebnisse können auch auf andere Unternehmen umgelegt werden.