Aktiver Klimaschutz ist im Leben der Menschen in Tirol immer präsenter. Laut aktuellen Daten leben rund 86 Prozent der Tiroler Bevölkerung in einer Gemeinde, die an mindestens einem Klimaprogramm teilnimmt. Ob Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!), Klima- und Energie-Modellregion (KEM), als Mitglied des Klimabündnis Tirol oder im e5-Programm – 198 der insgesamt 277 Gemeinden engagieren sich mit großem Einsatz für ein zukunftswertes Tirol und sind oftmals sogar Teil mehrerer Programme.
Klimaschutzlandesrat René Zumtobel zeigt sich erfreut über die aktuelle Bilanz: „Ich spüre eine positive Kraft, mit der in ganz Tirol Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Umwelt sowie zur Anpassung an den Klimawandel vorangetrieben werden. Mit viel Optimismus sind die Menschen im ganzen Land dabei und setzen Projekte um, die in ihrer jeweiligen Region einen positiven Effekt auf das Leben von heute und morgen haben.“
Die Bandbreite an gesetzten Maßnahmen reicht von Großprojekten wie dem Ausbau des Öffi-Angebots und der Gründung von Energiegemeinschaften bis hin zu kleineren Initiativen wie der Förderung von Regenwassertanks und der nachhaltigen Almbewirtschaftung. Als Mitglied eines Klimaprogramms erhalten die jeweiligen Regionen finanzielle Unterstützung und Beratung. Zudem profitieren sie von regelmäßigen Veranstaltungen und Treffen, bei denen sie sich mit anderen austauschen und so in einem österreichweiten Netzwerk gegenseitig voneinander lernen können. Das Land Tirol unterstützt zudem interessierte Regionen bei der Bewerbung für ein Bundesprogramm (KLAR! und KEM).
Der aktuelle Klimastatusbericht für Österreich zeichnet 2024 als ein Jahr der Extreme nach – das wärmste Jahr seit Beginn der Messgeschichte, die längsten Hitzeperioden, die meisten Tropennächte.
„Auch 2025 wird wohl wieder mit Negativrekorden in die Geschichtsbücher eingehen. Global betrachtet gibt es zunehmend Hitzeperioden, die mit Dürren und Wasserknappheit einhergehen sowie eine deutliche Zunahme an kurzfristigen Extremwetterereignissen. In Tirol gab es diesen Sommer mit den Murereignissen in Gschnitz und im Stubaital bisher zwei verheerende Naturereignisse. Klimawandel geschieht vor unserer Haustür, weshalb wir ihm auch mit lokalen Maßnahmen begegnen sollten“, so LR Zumtobel.