Großer Zwischenerfolg für Tirol beim renommierten VCÖ-Mobilitätspreis Österreich: Gleich sieben Tiroler Projekte wurden von der Fachjury so gut bewertet, dass sie in unterschiedlichen Kategorien für das Online-Voting der Top 5-Projekte zum österreichweiten VCÖ-Mobilitätspreis nominiert sind. Die Nominierten sind der neu gestaltete Bozner Platz in Innsbruck, der neue Bahnhof Fritzens-Wattens, das Mobilitätsmanagement der Tirol Kliniken, eine Bewusstseinskampagne für Jugendliche von Swarco, das floMOBIL e-Carsharing, das Stadtrad Innsbruck und die Elektrobusse der Christophorus Busbetriebe. Beim Voting kann die Bevölkerung bis zum 23. Juli für die Projekte abstimmen und so den Projekten Zusatzpunkte sichern.
Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für umweltverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport und wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Mobilitätsministerium und den ÖBB durchgeführt. Heuer wurden 388 Projekte und Konzepte beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich eingereicht, um 25 mehr als im Vorjahr. In zwölf Kategorien hat jeweils eine Fachjury die Projekte bewertet, die fünf am besten bewerteten Projekte je Kategorie sind jetzt für das Voting nominiert. Bei diesem werden die vorbildlichen Projekte vorgestellt und bekannt gemacht. Die nominierten Projekte können durch das Voting Zusatzpunkte zur Jury-Bewertung erhalten.
„Die Mobilität der Zukunft muss energiesparender sein als heute, umweltverträglicher und für die Bevölkerung gesünder und besser. Die sieben nominierten Projekte aus Tirol holen schon heute ein Stück Mobilitätszukunft in die Gegenwart“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest und ruft zur Teilnahme am Voting auf.
In der von woom unterstützten Kategorie „Kindgerechtes Verkehrssystem“ ist Swarco mit dem „Young Mobility Ambassadors Program“ vertreten. Ziel ist es, bei Jugendlichen Bewusstsein für Verkehrssicherheit und ein verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr zu schaffen. Im Schuljahr 2024/2025 war Ablenkung im Straßenverkehr Thema, rund 600 Schülerinnen und Schüler wurden erreicht, im Schuljahr 2025/2026 wurden die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr thematisiert und 1.100 Jugendliche erreicht.
Die Christophorus Busbetriebe gehen mit ihrem erfolgreichen Einsatz von Elektrobussen in der Kategorie „Energie- und Ressourcenschonung“ ins Rennen. Bereits 17 E-Busse, die mit Ökostrom betrieben werden, sind im Einsatz, unter anderem zur Hintertuxer Gletscherbahn auf 1.500 Meter Seehöhe und zum Schlegeis Stausee auf 1.800 Meter. Pro Jahr sparen die Elektrobusse 450.000 Liter Diesel und damit große Mengen an CO2, Feinstaub und Stickoxiden ein.
Die Tirol Kliniken stellen sich in der Kategorie „Mobilitätsmanagement“ zur Wahl. Für rund 9.000 Beschäftigte an mehreren Standorten wurde ein betriebliches Mobilitätsmanagement aufgebaut. Das Klimaticket Tirol gibt es als Jobticket, wovon bereits 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gebrauch machen. 1.300 Beschäftigte nutzen das Mietradsystem. Jobräder, mehr Radabstellplätze, Corporate Carsharing, Radreparatur-Aktionen und Radwettbewerbe runden die Maßnahmen ab.
Mit dem neuen Bahnhof Fritzens-Wattens ist Tirol in der Kategorie „Öffentlicher Verkehr“ vertreten. Der neue Bahnhof ist eine moderne Mobilitätsdrehscheibe mit kurzen Wegen etwa vom Bahnsteig zum Bus, von den Radabstellanlagen und Park & Ride Plätzen zu den Zügen sowie einer Rad- und Fußgängerbrücke als Verbindung zwischen Fritzens und Wattens.
In der Kategorie „Sharing-Mobility“ stehen sogar zwei Tiroler Projekte zur Wahl. Zum einen das Stadtrad Innsbruck mit seinen 615 Fahrrädern bei 55 Stationen, die im Jahr 2025 mehr als 1,1 Millionen Mal im Einsatz waren. Zum anderen das floMOBIL e-Carsharing der Stadtwerke Wörgl, das nun auch von Urlaubsgästen leicht genutzt werden kann. So ist das Angebot in der App von 20 deutschen Carsharing-Unternehmen integriert und erreicht damit mehr als 100.000 deutsche Carsharing-Nutzende. Damit wird für Urlaubsgäste ein weiterer Anreiz gesetzt, mit Bahn oder Bus nach Tirol zu reisen.
Die Neugestaltung des Bozner Platzes in Innsbruck ist in der Kategorie „Verkehrsberuhigung“ nominiert. Der Bozner Platz wurde als Begegnungszone umfassend verkehrsberuhigt, der Kfz-Durchzugsverkehr unterbunden. Zudem wurde große Flächen entsiegelt, 31 zusätzliche Bäume im Schwammstadtprinzip gepflanzt.