Um den Energiebedarf Tirols künftig aus erneuerbaren Energiequellen decken zu können, ist die Nutzung der Sonnenkraft unerlässlich. Bis 2050 soll deshalb ein Drittel des Stroms von Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) wurden die Weichen für die Energiewende gestellt. Die Nutzung von Sonnenenergie bleibt dank attraktiver Anlagenpreise und der Möglichkeit, Photovoltaikstrom im Rahmen von Energiegemeinschaften zu verkaufen, weiterhin auch für Privatpersonen attraktiv.
Auch mit den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen des ElWG ist eine Photovoltaikanlage am eigenen Dach nach wie vor wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Sie spart nicht nur langfristig Kosten, sondern trägt auch aktiv zum Klimaschutz bei. Die Energiegewinnung aus Sonnenlicht ist effizient, sie macht unabhängiger von den Preisschwankungen am Strommarkt, und der selbst erzeugte Solarstrom ist langfristig meist günstiger als Strom aus dem Netz. Überschüssiger Strom kann außerdem mithilfe moderner Batteriespeicher einfach und effizient gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden – etwa zur Versorgung des Haushaltsstrombedarfs außerhalb der Sonnenstunden. Grundsätzlich gilt: Wer über die Installation einer PV-Anlage nachdenkt, sollte nicht den aktuellen, sondern den zukünftigen Strombedarf mitberücksichtigen. Denn eine entsprechend dimensionierte Anlage ermöglicht nicht nur das Laden eines E-Autos, sie lässt sich auch ideal mit einer Wärmepumpe kombinieren – eine zukunftsweisende Lösung, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen, sich batterieelektrisch fortzubewegen und fossilfrei zu heizen.
Einen weiteren Vorteil bieten Energiegemeinschaften. Im Rahmen solcher kann Strom zu höheren Preisen verkauft werden, als wenn er beispielsweise direkt ins Netz eingespeist wird. So wird die Überproduktion auch für Betreiber*innen attraktiv, da der Strompreis im Rahmen der Energiegemeinschaft verhandelt wird. Dadurch liegt er meist unter dem marktüblichen Preis für die Abnehmer*innen, aber über dem Einspeisetarif für die Produzierenden, sodass für beide Seiten Vorteile entstehen. Zusätzlich entsteht für beide Parteien eine Preis- und damit auch eine Planungssicherheit, da der Tarif im Vorhinein verhandelt und für einen fixen Zeitraum festgelegt werden kann.
Mit TIROL 2050 energieautonom hat Tirol ein klares Ziel. Und zwar genauso viel Energie im Land zu erzeugen, wie benötigt wird, und noch dazu frei von fossilen Energieträgern. Damit das gelingen kann, soll im Jahr 2050 rund ein Drittel des Strombedarfs aus Sonnenkraft gedeckt werden. Das entspricht ungefähr der Energieerzeugung von 23 Millionen Quadratmetern PV-Modulfläche.
Dabei spielen nicht nur Großanlagen eine Rolle, sondern vor allem auch Anlagen auf privaten Ein- und Mehrfamilienhäusern sind ein zentraler Baustein.