Plakate zur autofreien Anreise stehen an der Fernpass-Route

Tirol auf Schiene nimmt Fahrt auf - weitere Maßnahme der Fernpass-Strategie umgesetzt.

Eine weitere Maßnahme der Fernpass-Strategie zur Entlastung der Bevölkerung und besseren Anbindung des Außerfern an den Zentralraum wurde nunmehr umgesetzt. „Entlang der Fernpass-Route haben wir – wie in der Fernpass-Strategie vereinbart –Plakate zur autofreien Anreise aufgestellt“, erklärt LHStv Josef Geisler. „Bahn frei“ und „In einem Zug nach Tirol“ ist auf den Plakaten zu lesen. Damit will man die AutofahrerInnen entlang auf die Alternative Bahn aufmerksam machen. Die Plakate sind Teil des Mobilitätsprogramms „Tirol auf Schiene“ der Tirol Werbung, im Rahmen dessen die Angebote für Bahnreisende verbessert werden sollen und Mobilitätscoaches VermieterInnen das Rüstzeug für die Bewerbung der autofreien Anreise geben.

Außerfern springt auf den Zug auf

„Tirol auf Schiene nimmt Fahrt auf. Auch im Außerfern springt man auf diesen Zug auf“, freut sich Geisler über das große Interesse der Außerferner Tourismusverbände am Mobilitätscoaching. Erste Gespräche und eine Bestandsaufnahme zum Thema autofreie Anreise haben bereits stattgefunden. „Dabei sind viele Anregungen und Ideen zur Sprache gekommen“, sieht auch Fernpass-Stratege Christian Molzer von der Landesabteilung Verkehr und Straße die Weichen gestellt.

Neben einer verbesserten Verknüpfung von Bahn und Bus, Angeboten zur Fahrradmitnahme und Gepäckaufbewahrung bis hin zur Möglichkeit, am Bahnhof Reutte E-Autos für die Weiterfahrt zum Urlaubsfahrt zur Verfügung zu stellen, reichen die Vorschläge. Damit die Beherbergungsbetriebe ihre Gäste schon in der Informations- und Buchungsphase auf die autofreie Anreise aufmerksam machen können, bietet die Tirol Werbung über ihre Mobilitätscoaches entsprechende Unterstützung. Nach der Wintersaison starten die Betriebsbesuche.

Spezielle Angebote für Bahnreisende

Nicht nur im Außerfern, sondern auch in anderen Teilen Tirols wird die autofreie Anreise der Urlaubsgäste forciert. Im Tiroler Oberland nehmen der Tourismusverband (TVB) St. Anton und der TVB Tirol West bereits am Projekt „Tirol auf Schiene“ teil und entwickeln spezielle Serviceangebote für Bahnreisende. Die Tourismusbetriebe ihrerseits informieren ihre Gäste aktiv über die Möglichkeiten der autofreien Anreise. Für das Ötztal bieten die Ötztaler Verkehrsbetriebe einen Bahnhofsshuttle für Gäste an, die mit der Bahn anreisen. „Der Fernpass ist gerade in der Wintersaison eine beliebte Zubringerroute für das Tiroler Oberland. Im kommenden Jahr werden wir die Tourismusverbände Paznaun-Ischgl, Serfaus-Fiss-Ladis und Pitztal ansprechen“, kündigt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, Aktivitäten in den Tiroler Zielregionen der Fernpassreisenden an.

Derzeit reisen fünf Prozent der Tiroler Gäste mit der Bahn an. Diesen Anteil will man bis zum Jahr 2020 tirolweit auf zehn Prozent steigern. Die Chancen dafür stehen gut: In den urbanen Gebieten der Herkunftsländer besitzen gerade junge Menschen vielfach kein eigenes Auto mehr und greifen auf neue Mobilitätsangebote zurück. Außerdem zeigen deutsche Analysen, dass ökologische Aspekte beim Reisen immer wichtiger werden. „Diesen Trend werden wir nutzen und maßgeschneiderte Angebote nicht nur für die autofreie Anreise, sondern auch für den gesamten Urlaub entwickeln. Es ist motivierend zu sehen, wie mittlerweile in allen Bezirken die Tourismusverbände sprichwörtlich auf den Zug aufspringen und wie seitens des Landes wichtige Maßnahmen zur Attraktivierung der Bahnreise und öffentliche Mobilitätslösungen auch im Urlaubs- und Freizeitverkehr gesetzt werden“, so Tirol-Werber Josef Margreiter abschließend.

Fotos: Land Tirol/Entstrasser-Müller; Abdruck honorarfrei