5 Tiroler Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis nominiert

In einem Onlinevoting kannst du bis zum 31. Juli für deine FavoritInnen abstimmen. Lasst uns den VCÖ-Mobilitätspreis gemeinsam nach Tirol holen.


In der Kategorie "Konzepte von Studierenden, Schülerinnen und Schülern" ist Christian Lamprecht von der Universität Innsbruck seinem Projekt "TER-Methode: Ein neuer ANsatz zur Evaluierung von Schadstoffemissionen" vertreten. Dadurch will er das Problem von Superpsitionen verschiedener Emissionsquellen lösen (bei Realmessungen kommt es zur Überlagerung verschiedener Quellen z.B. Verkehr und Industrie) und dadurch den wahren Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen extrahieren.


In der Kategorie "Öffentlicher Verkehr und multimodale Mobilität" ist der Verkehrsverbund Tirol mit Tarifreform nominiert. Der umweltfreundliche ÖPNV soll sich mit günstigen Netz-Tickets als das Verkehrsmittel der ersten Wahl vor dem Auto etablieren. Mit dem Tirolticket (490 Euro) und dem Regioticket (380 Euro) sinkt die Hemmschwelle, zu den Öffis dauerhaft "Ja!" zu sagen und sich für die umweltfreundliche und stauschonende Alternative zum Individualverkehr - neben dem Weg in die Arbeit speziell für die Freizeit - zu entscheiden.


In der Kategorie "Aktive Mobilität und öffentlicher Raum" stehen gleich zwei Tiroler Projekte zur Abstimmung. Die Tiroler Mobilitätsauszeichnung von Energie Tirol und der Tiroler Fahrradwettbewerb von Klimabündnis Tirol.

Im Rahmen der Mobilitätsauszeichnung 2015 werden Gemeinden auf vielseitige Art dazu motiviert im Mobilitätsbereich aktiv zu werden. Einerseits gilt der Wettbewerbscharakter, der vor allem bei Nachbargemeinden ein "gesundes" Konkurrenzdenken anregt. Anderseits gelten für alle teilnehmenden Gemeinden - unabhängig der Anzahl der erreichten Sterne - die attraktiven, erhöhten Landesförderungen im Mobilitätsbereich.

Ziel des Tiroler Fahrradwettbewerbs ist es, Anreize für den Umstieg auf das Fahrrad zu schaffen und die Vorteile des Radfahrens sichtbar und erlebbar zu machen. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen in der Radverkehrsförderung zeichnet sich der Tiroler Fahrradwettbewerb durch spielerische Ansätze sowie eine Schwerpunktsetzung auf Kommunikation und Imagebildung zur Etablierung einer Fahrradkultur aus. Team- und Freundschaftsrennen, persönliche Zielsetzungen, digitale Trophäen u.v.m. tragen dazu bei, dass die Kilometeraufzeichnungen mit Spaß und gesundem Ehrgeiz verbunden werden.


Und zu guter Letzt ist in der Kategorie "Barrierefreiheit und sozial gerechte Mobilitätsdienstleistungen" die Tiroler Initiative zur Verbesserung der Mobilität in den Dörfern "Die MobilitäterInnen"
nominiert.

Viele Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner fahren täglich mit ihren Autos: in die Stadt, zum Einkaufen, in die Arbeit, zu Freunden, zum Sport. Es kostet kaum Zeit und kein Geld, auf diesen Strecken jemand anderen mitzunehmen. Man macht seine Autotür auf und nimmt jemanden für eine kurze Zeitspanne ein Stück des Weges mit. Mitmachen geht einfach, es braucht nur ein bisschen Mut. Herzstück der Unternehmung ist die Mitfahrbank. Sie ist neben dem Auto auch ein Ort der Begegnung. Und wo Begegnung möglich wird, passiert Integration.