10 Jahre Mobilitätsauszeichnung

Es regnet Sterne zum runden Geburtstag des Landespreises: 46 Tiroler Gemeinden wurden für ihre Leistungen in Sachen zukunftsfähige Mobilität ausgezeichnet

Die Tirolerinnen und Tiroler äußern einen immer stärkeren Wunsch nach nachhaltiger Mobilität. Viele Gemeinden liefern darauf bereits eine Antwort, wie die Mobilitätsauszeichnung im Tiroler Landhaus zeigte. Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden 46 Gemeinden von Land Tirol und Energie Tirol für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt.


Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe resümierte zum zehnten Geburtstag der Mobilitätssterne: „Es gibt noch viel zu tun, aber das Umdenken in Sachen Mobilität wird mehr und mehr spürbar. Das zeigt sich auch in der Vielfalt der gesetzten Maßnahmen die von der Verbesserung der Radinfrastruktur, dem intensiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs über E-Carsharing-Angebote und Sammeltaxis bis hin zur Elektrifizierung des Gemeindefuhrparks reichen. Ich freue mich, dass die Gemeinden ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und so maßgeblich zu TIROL 2050 energieautonom beitragen.“

Auch Gemeindelandesrat Johannes Tratter ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt: „Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 – also innerhalb einer Generation – das Energiesystem auf heimische, erneuerbare Energieträger umzustellen. Auch die Verkehrsplanung und -entwicklung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das Land Tirol und unsere Tiroler Gemeinden gehen hier als gutes Beispiel voran. Die Mobilitätsauszeichnung ist ein Ansporn, um den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und den Tirolerinnen und Tirolern auch in Zukunft optimale Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu gewährleisten.“

Besonders in Sachen Carsharing und E-Mobilität ist ein Aufwind zu spüren. „E-Antriebe gewinnen in Gemeindefuhrparks mehr und mehr an Bedeutung. Gut so, denn im motorisierten Individualverkehr kennen wir heute keine klimafreundlichere Technologie, um von A nach B zu kommen“, so DI Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. Aber nicht nur bei der Antriebsart, auch beim Angebot setzen Gemeinden verstärkt an: „Carsharing-Modelle konnte man vor einigen Jahren ebenso an einer Hand abzählen“, ergänzt Oberhuber. „Heute haben wir in ganz Tirol stolze 27 Gemeinden mit E-Carsharing-Angeboten. Ein klares Zeichen, dass wir auf dem richtigen Kurs sind“, so Oberhuber.

Mobilitätssterne_2020_Mobilitätsauszeichnung_Felipe_Greiter_Serfaus

Erste Begegnungszone auf einer Landesstraße
Überdies konnten die Gemeinden in diesem Jahr auch mit so manchem Novum aufwarten. Mit der ersten Begegnungszone auf einer Landesstraße geht etwa Prutz als Pioniergemeinde und Drei-Sterne-Preisträgerin voran. Sinn für Innovation bewies auch Serfaus, wo in der Generalsanierung der Dorf-U-Bahn neben technischer Optimierung unter anderem die Barrierefreiheit besonders forciert wurde. Erfreulich ist zudem, dass in mehreren Tälern aktuell Schulterschlüsse zur Erarbeitung größer angelegter Mobilitätslösungen passieren – wie beispielsweise dem Stubaital, dem Ötztal und der KUUSK-Region.

Bezirke Kufstein und Osttirol räumen zahlreiche Sterne ab
Der Bezirk Kufstein kann neben der Bezirkshauptstadt mit Wörgl und Kirchbichl neuerlich die meisten 4-Sterne-Gemeinden aufweisen. Während Kirchbichl vor allem bei einem ressourcen-schonenden Fuhrpark ansetzt, glänzt Wörgl mit der Einrichtung einer fraktions- und abteilungs-übergreifenden Arbeitsgruppe Mobilität. Die Stadt Kufstein wartet ihrerseits mit mittlerweile 7 Fahrzeugen in ihrem E-Carsharing auf. In Osttirol schafft ein weiteres Mal Virgen die vier Sterne, unter anderem aufgrund der Teilnahme am PROBYKE-Projekt. Und auch Assling holt den vierten Stern mit Investitionen in Radwege sowie einem Rufbus und Anrufsammeltaxi.

Aber auch die Bezirke Innsbruck Land, Schwaz, Kitzbühel und Landeck spielen in der 4-Sterne-Liga mit: In Volders bringen der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und weitere Radabstellmöglichkeiten Punkte ein. Ein weiteres Highlight ist in Schwaz anzutreffen: Die Stadt feiert ihre mittlerweile siebte Teilnahme und sichert sich als ummadum-Pilotgemeinde ebenso die vier Sterne. St. Johann hat die vier Sterne mit kontinuierlichem Ausbau der Begegnungszone redlich verdient. Und erstmals ist auch Serfaus mit der Generalsanierung der Dorf-U-Bahn unter den Spitzenreiterinnen angekommen. Bleibt nur zu erwarten, ob bei der nächsten Auszeichnung eine erste Gemeinde den 5-Sterne-Olymp erklimmt.

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