Land Tirol unterstützt Projekte für mehr Sicherheit auf dem Fahrrad

Förderungen aus dem Verkehrssicherheitsfonds ausgeschüttet


„Die Coronakrise hat vieles verändert – auch das Mobilitätsverhalten der TirolerInnen. So haben noch mehr Menschen das Fahrrad zur Fortbewegung gewählt und damit ein gesundheitsförderndes Transportmittel gefunden, bei dem auch das Infektionsrisiko gering gehalten werden kann“, wie LHStvin Ingrid Felipe berichtet. Der vermehrte Griff zum Fahrrad sei eine positive Entwicklung, die es mit gezielten Maßnahmen und kreativen Ideen voranzutreiben gilt – mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit für die RadlerInnen und die übrigen VerkehrsteilnehmerInnen. „Das Land Tirol unterstützt deshalb auch Radsicherheitsprojekte. Mit Förderungen aus dem Verkehrssicherheitsfonds werden unter anderem mehrere Konzepte subventioniert, die das sichere Radeln forcieren.“

Fahrradfahren – sicher (und) für alle

Mit einem Zuschuss von über 14.000 Euro wurde etwa der „AUVA-Radworkshop 2020“ der CAP Kindersicherheit GmbH bedacht. Kinder der ersten bis vierten Schulstufe sollen hierbei ihre motorischen Fähigkeiten beim Fahrradfahren verbessern, um möglichst früh sicher mit dem Rad unterwegs zu sein. Das Projekt wurde bereits von der EU als „Model of best practice“ hervorgehoben, ist bei teilnehmenden Schulen beliebt und wird seit 2007 mit Geldern aus dem Verkehrssicherheitsfonds unterstützt.

Fahrradkurse für SeniorInnen und MigrantInnen, die vom Klimabündnis Tirol organisiert werden, erhalten eine Förderung von rund 8.000 Euro. „In diesen beiden Bevölkerungsgruppen gibt es Menschen, die das Fahrrad erstmalig oder nach langer Zeit wieder als optimales Verkehrsmittel ihrer Wahl entdecken. Insbesondere E-Bikes sind für manche völlig neu. Umso wichtiger, dass wir für sie geeignete Angebote schaffen, mit welchen ihr Fahrverhalten gestärkt wird“, sagt LHStvin Felipe. Für dieses Jahr sollen drei Kurse angeboten werden, die die Gemeinden für die BürgerInnen buchen können.

Ebenfalls vom Klimabündnis Tirol getragen wird „PRO-BYKE – Radberatungen für Tiroler Gemeinden“ gefördert – konkret mit über 6.000 Euro. Hier soll lokale Radkompetenz aufgebaut werden und den Gemeinden Beratung zukommen, um eine sichere Radinfrastruktur zu konzipieren – unter Berücksichtigung des Tiroler Radverkehrskonzeptes.

Mit rund 8.000 Euro wird zudem das Verkehrssicherheitskonzept des ÖAMTC Tirol „Sicheres Köpfchen – Fahrradhelme für Schülerinnen und Schüler“ für das kommende Schuljahr unterstützt. Durch das Helmtragen und umfassende bewusstseinsbildende Maßnahmen konnte die Helmtragequote bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren in den vergangenen Jahren auf einen Wert von mittlerweile 80 Prozent gesteigert und damit das Risiko schwerster oder tödlicher Kopfverletzungen um 75 Prozent reduziert werden.

Nachhaltig und gesund unterwegs

LHStvin Felipe ist überzeugt, dass mit der Unterstützung solcher Projekte noch mehr Menschen dazu bewegt werden, mit dem Fahrrad zu fahren: „52 Prozent gaben bei einer Umfrage an, dass sie nun wieder häufiger das Rad anstelle des Autos als Fortbewegungsmittel nutzen wollen. Davon profitieren sowohl das Klima als auch die eigene Gesundheit. Ein sicheres Vorankommen ist dabei enorm wichtig: Nicht zuletzt mit den Förderungen aus dem Verkehrssicherheitsfonds soll die Sicherheit beim Radfahren deshalb zusätzlich erhöht werden.“

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